BMF zur Sonder-AfA gemäß § 7b EStG für Mietwohnraum

Das BMF ist mit Schreiben vom 07.07.2020 auf weitere Sonderfragen zur Sonderabschreibung gemäß § 7b EStG eingegangen.

Dabei ist weiter Klarheit entstanden, wie bestimmte Aspekte für die Inanspruchnahme der Sonderabschreibung einzuordnen sind.

Die gesetzlichen Regelungen des inhaltlich neu eingeführten § 7b EStG beinhalten folgende Eckdaten:

  • Schaffung von neuem Wohnraum (Anschaffung oder Herstellung)
  • Bauanzeige oder Bauantrag nach dem 31.08.2018 und vor dem 01.01.2022 (nicht der Kaufvertrag)
  • Baukostenobergranze der abschreibungsfähigen Bestandteile max. 3.000 €/m² Wohnfräche
  • entgeltliche Überlassung des Wohnraums im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden 9 Jahren; insgesamt 10 Jahre
  • Einhaltung der Vorgaben der De-minimis-Verordnung

Folgen und Wirkungen der Neuregelungen

  • Sonderabschreibung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den 3 Folgejahren (insgesamt 4 Jahre) maximal 5% der Bemessungsgrundlage zusätzlich zur normalen linearen Abschreibung nach § 7 Abs. 4 EStG
  • Basis der Förderhöhe maximal 2.000€/m²
  • ab 5. Jahr Neuberechnung der Abschreibung auf Basis des Restbuchwertes und der Restnutzungsdauer
  • letztmalige Anwendung 2026
  • Rückgänmgigmachung der Sonderabschreibung bei Überschreitung der Bauobergrenze von 3.000€/m² innerhalb der ersten 3 Jahre nach Ablauf des Jahres der Anschaffung oder Herstellung
  • Rückgängigmachung der Sonderabschreibung bei Verwendung des Wohnraums nicht für Wohnzwecke innerhalb der geforderten 10 Jahre

Das vollständige BMF-Schreiben lesen Sie bitte hier.

Haben Sie weiterführende Fragen zu dieser Thematik oder wünschen Sie Hilfe bei der steueroptimalen Umsetzung Ihrer Vorhaben, sprechen Sie mich gern an.

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Gesellschafterdarlehen richtig vereinbaren

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Nachzahlungszinsen - BFH, 03.12.2019, VIII R 25/17

BUNDESFINANZHOF Urteil vom 03. Dezember 2019, VIII R 25/17

Erlass von Nachzahlungszinsen

Leitsätze

1. Die Erhebung von Nachforderungszinsen nach § 233a AO ist nicht allein deshalb sachlich unbillig, weil die Änderung eines Steuerbescheids gemäß § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO erst nach Ablauf von 13 Monaten nach Erlass des Grundlagenbescheids erfolgt (Anschluss an BFH-Urteil vom 01.06.2016 - X R 66/14, BFH/NV 2016, 1668).

2. Einwendungen gegen die Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Zinshöhe sind vorrangig im Rechtsbehelfsverfahren gegen die Zinsfestsetzung und nicht im Erlassverfahren geltend zu machen.

Tenor

Die Revision der Kläger gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 18.04.2016 - 6 K 3082/15 wird als unbegründet zurückgewiesen.

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Die wichtigsten aktuellen Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen

Nationale Maßnahmen zur Sicherung der Finanzkraft der Unternehmen

Stand 26.08.2020

Neustartprämie für Künstlerinnen, Künstler und Kreative

Für die von den Pandemiebeschränkungen besonders betroffenen Künstlerinnen, Künstler und Kreativen hat Hamburg ein eigenes Förderprogramm aufgelegt, damit diese für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Hamburg unverzichtbare Gruppe möglichst gut durch diese schwierige Zeit kommt. Mit der „Neustartprämie“ soll den Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen vor allem geholfen werden, die eigene kreative Tätigkeit auch unter Corona-Bedingungen wieder ins Laufen zu bringen, beziehungsweise die Wiederaufnahme der Tätigkeit vorzubereiten.

Hier der direkt link zum Antragsformular.

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Sonderabschreibungen für Immobilien

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Vergleich der Steuerbelastung bei GbR und GmbH

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Steuern Vergleich GbR und GmbH

Oft stellt sich die Frage, unabhängig von Haftungsfragen, wie Personengesellschaften gegenüber Kapitalgesellschaften im Vergleich hinsichtlich der entstehenden Gesamtsteuern abschneiden.

Hier mal ein Rechenbeispiel:

  • angenommener Gewinn ohne Unternehmerlohn bzw. Geschäftsführer-Gehalt € 400.000
  • beide Gesellschaften bilanzieren
  • beide Gesellschaften haben 2 Gesellschafter bzw. 2 Geschäftsführer
  • beide Gesellschaften sind ansässig in Hamburg
  • jeder Gesellschafter/Geschäftsführer entnimmt 120.000 € bzw. erhält ein Gehalt von 120.000 €
  • jeder Gesellschafter ist zu 50% beteiligt
  • die GbR ist gewerblich

einfache Personengesellschaft - GbR

Gewerbesteuer

400.000 €

abzgl. GewSt FB 24.500 €

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Corona-Soforthilfe - wirklich sofort zu versteuern?

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Widerlegung des Anscheinbeweises für die Privatnutzung

FG Niedersachsen vom 19.02.2020 (9 K 104/19) Widerlegung des Anscheinsbeweises für die Privatnutzung eines Betriebs-Kfz durch den einzigen Kommanditisten einer GmbH & Co. KG.

In dem Urteil kamen die Richter zu folgender Ansicht: Die allgemeine Lebenserfahrung spricht auch dann für eine private Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs, wenn dem Steuerpflichtigen zwar für private Fahrten ein Fahrzeug zur Verfügung steht, aber dieses Fahrzeug dem betrieblichen Fahrzeug in Status und Gebrauchswert nicht vergleichbar ist.

Allerdings ist unter diesen Umständen der für eine private Nutzung sprechende Anscheinsbeweis umso leichter zu erschüttern, je geringer die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen ausfallen.

Unter Gebrauchswert ist - nach dem Wortsinn - der Wert einer Sache hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit, ihrer Eignung für bestimmte Funktionen und Zwecke, mit anderen Worten der Nutzwert zu verstehen.

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Hinzurechnung von Zinsen - BFH, 17.07.2019, III R 24/16

BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.07.2019, III R 24/16

Gewerbesteuer; Hinzurechnung von Zinsen bei durchlaufenden Krediten

Leitsätze

Besteht der Geschäftszweck eines Unternehmens darin, Darlehen aufzunehmen und an eine Tochtergesellschaft weiterzureichen, handelt es sich auch dann nicht um durchlaufende Kredite, wenn die Kredite ohne Gewinnaufschlag an die Tochtergesellschaft weitergegeben werden.

Tenor

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Kapitalertragsteueranmeldung - praktischer Ablauf - so gehts richtig

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Rückstellungen - Pflicht und Segen bei der Bilanzierung

Rückstellungen - Pflicht und Segen der Bildung.

Rückstellungen sind handelsrechtlich und steuerrechtlich Verbindlichkeiten, die der Höhe nach ungewiss sind. Sie sind aber mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Bilanziell gehören sie zu den Passivposten.

Rückstellungen sind Fremdkapital und stehen in der Bilanz zwischen dem Eigenkapital und den Verbindlichkeiten. Sie dürfen nicht mit Rücklagen verwechselt werden, die dem Eigenkapital zugeordnet werden.

Nach handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sind Rückstellungen zu bilden für:

  • ungewisse Verbindlichkeiten (§ 249 Abs. 1 Satz 1 HGB),
  • drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (§ 249 Abs. 1 Satz 1 HGB),
  • im Geschäftsjahr unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden (§ 249 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB),
  • im Geschäftsjahr unterlassene Aufwendungen für Abraumbeseitigungen, die im folgenden Geschäftsjahr nachgeholt werden (§ 249 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB),
  • Gewährleistungen, die ohne rechtlichen Grund erbracht werden (§ 249 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB).

Rückstellungen, die handelsrechtlich gebildet werden müssen, müssen auch in der Steuerbilanz angesetzt werden.

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Neues Hilfspaket mit drei wesentlichen Komponenten - Stand 23.04.2020

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Betriebsveranstaltungen - Aufwand steueroptimal nutzen

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Steuerhinterziehung

Die Finanzbehörden dürfen trotz laufender (noch verdeckter) Ermittlungen zu Steuerhinterziehungen Steuerguthaben auszahlen.

Aus ermittlungstaktischen Gründen sei es manchmal geboten, keinen Verdacht auf mögliche Steuernachforderungen zu wecken. Beim Einbehalt von Steuerguthaben, könne es aufgrund der entstehenden Nachfragen nach den Gründen, zur Aufdeckung der verdeckten Ermittlung kommen.

Es besteht somit kein Recht des mutmaßlichen Steuerhinterziehers auf frühzeitigen Einbehalt von Guthaben.

(BFH, Beschluss, 21.11.2012, 1 StR 391/12)

Bei Verdacht auf Ermittlungen gegen Sie stehe ich Ihnen natürlich auch streitbar zur Seite.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg

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Was sind alles Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten?

Steuerliche Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die überwiegend durch den Betrieb bzw. das Unternehmen veranlasst sind (§ 4 Abs. 4 EStG).

Solche Aufwendungen sind dem Betrieb oder dem Unternehmen immer dann als Betriebsausgaben zuzuordnen, wenn sie im Zusammenhang mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb und aus selbständiger Arbeit anfallen.

Für Werbungskosten im Bereich der Überschusseinkunftsarten (Vermietung, Verpachtung, Kapitaleinkünfte, Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Renten und Sonstige Einkünfte), gelten im Prinzip die selben Regelungen.

Alle Aufwendungen, die somit im Zusammenhang mit einer Einkunftsart direkt in Verbindung stehen und durch die Gewinnerzielungsabsicht bzw. Überschusserzielungdabsicht verursacht sind, dürfen den Gewinn bzw. den Überschuss vermindern.

Ob diese Aufwendungen über eine Nutzungsdauer abzuschreiben, also zu verteilen sind, oder sofort abziehbare Aufwendungen darstellen, wird in einer Vielzahl von separaten Vorschriften geregelt.

Grundsätzlich gilt jedoch, sind die entsprechenden Aufwendungen veranlasst um Einkünfte zu schaffen, zu erhalten oder zu vermehren, sind sie betrieblich bzw. beruflch veranlasst. Es kommt also immer auf den Grund der Entstehung an.

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Was kann als Betriebsausgabe oder Werbungskosten abgesetzt werden?

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Inventur - notwendige Formalie einer ordnungsgemäßen Bilanz

Die Inventur bezeichnet alle Vorgänge, um alle Vermögensgegenstände im Unternehmen aufzunehmen und zu bewerten. Als Inventar bezeichnet man das Resultat der Inventur. Das Inventar stellt eine Auslistung dar mit allen im Unternehmen vorhandenen Vermögensgegenständen; nach Menge, Art und Wert.

Die Inventur dient der Erfassung aller vorhandenen Bestände in einem Unternehmen. Dies beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag in schriftlich dokumentierter Form. Dies kann im Einzelnen beinhalten:

  • Anlagevermögen mit Sachanlagen, immateriellen Gegenständen
  • Warenbestand, Vorräte, halbfertige Leistungen
  • Bankguthaben, Barbestände
  • Bankschulden
  • private Darlehen

Für alle bilanzierenden Unternehmen ist es Pflicht, mindestens einmal im Jahr (meist zum Bilanzstichtag) eine Inventur durchzuführen. Das soll bedeuten, dass letztendlich alle Vermögensgegenstände und Schulden, die in einem Unternehmen vorhanden sind, in einer Bilanz dargestellt werden.

Die Inventur kann durch verschiedene Vorgänge realisiert werden. Z.B.

  • körperlich durch Wiegen, Zählen oder Messen oder
  • buchmäßig durch buchhalterische Erfassung der entsprechenden Rechnungen, die die Bestände und Salden darstellen.

Beispiel Warenbestand

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Bildung von Rückstellungen - Pflicht und Segen bei der Bilanzierung

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Beantragung von Fördermitteln - Kalkulation des Bedarfs an Krediten

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