Vergleich der Steuerbelastung bei GbR und GmbH

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Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung bei Betriebsaufgabe

Das Finanzgericht Thüringen hatte sich im Urteil vom 10.04.2019 (4 K 442/17) zur möglichen Auflösung des gebildeten Investitionsabzugsbetrages bei Betriebsaufgabe geäußert.

In dem Urteil stellten die Richter dar, wenn in den Fällen des § 7g Abs. 2 EStG ein begünstigtes Wirtschaftsgut nicht bis zum Ende des dem Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung folgenden Wirtschaftsjahrs in einer inländischen Betriebsstätte des Betriebs ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt wird, die Herabsetzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die Verringerung der Bemessungsgrundlage und die Hinzurechnung rückgängig zu machen sind (§ 7g Abs. 4 S. 1 EStG).

Weiterhin kamen die Richter zu der Ansicht, dass für die Erfüllung der Verbleibens- und Nutzungsvoraussetzungen ein Rumpfwirtschaftsjahr ausreichend sei.

Zur Zeit ist das Revisionsverfahren beim BFH anhängig (BFH, X R 30/19).

Wie die Entscheidung beim BFH ausfallen wird, bleibt also abzu warten. Alle entsprechenden Fälle, sollten daher offen gehalten werden, wenn das Finanzamt anders entscheiden sollte.

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Steuern Vergleich GbR und GmbH

Oft stellt sich die Frage, unabhängig von Haftungsfragen, wie Personengesellschaften gegenüber Kapitalgesellschaften im Vergleich hinsichtlich der entstehenden Gesamtsteuern abschneiden.

Hier mal ein Rechenbeispiel:

  • angenommener Gewinn ohne Unternehmerlohn bzw. Geschäftsführer-Gehalt € 400.000
  • beide Gesellschaften bilanzieren
  • beide Gesellschaften haben 2 Gesellschafter bzw. 2 Geschäftsführer
  • beide Gesellschaften sind ansässig in Hamburg
  • jeder Gesellschafter/Geschäftsführer entnimmt 120.000 € bzw. erhält ein Gehalt von 120.000 €
  • jeder Gesellschafter ist zu 50% beteiligt
  • die GbR ist gewerblich

einfache Personengesellschaft - GbR

Gewerbesteuer

400.000 €

abzgl. GewSt FB 24.500 €

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Die wichtigsten aktuellen Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen

Nationale Maßnahmen zur Sicherung der Finanzkraft der Unternehmen

Stand 07.07.2020

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen nun stehts fest.

Hier die Eckdaten.

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Stand 04.06.2020

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Corona-Krise: einkommensteuerrelevante Hilfsmaßnahmen

Die Ersten und Zweiten Corona-Steuerhilfegesetze haben zahlreiche einkommensteuerliche Hilfsmaßnahmen geschaffen. Zu beachten ist, dass die getroffenen Regelungen fast ausschließlich befristet (meist bis 31.12.2020) aber auch rückwirkend (hauptsächlich zum 01.03.2020 anwendbar sind.

Kinderbonus

Der Kinderbobus wird für jedes im Jahr 2020 zumindest für 1 Monat kindergeldberechtigte Kind einmalig in Höhe von 300 € gewährt. Er wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Im Zuge der Einkommensteuererklärung wird der Bonus jedoch ähnlich wie das Kindergeld mit dem Kinderfreibetrag aufgerechnet.

Der Kinderbonus wird in zwei Teilen ausgezahlt. Im September 2020 sind es 200 € und im Oktober 2020 sind es 100 €.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

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Corona-Soforthilfe - wirklich sofort zu versteuern?

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konkrete Konjunkturmaßnahmen für KMU

Die im neuen Konkunkturpaket vom 03.06.2020 für kleine und mittelständische Unternehmen beschlossenen Eckpunkte konkret auf den Punkt gebraucht:

  • Umsatzsteuer: Senkung der Umsatzsteuersätze von 19% auf 16% und 7% auf 5% befristet für die Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020.
  • Einfuhrumsatzsteuer: Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird verschoben auf den 26. des Folgemonats.
  • Verlustrücktrag: Der steuerliche Verlustrücktrag wird ausgedeckt von 1 Mio € auf 5 Mio € (bei Zusammenveranlagung von 2 Mio € auf 10 Mio €).
  • Degressive Abschreibung: Die degressive Abschreibung wird wieder eingeführt. Mit dem Faktor 2,5 gegenüber der linearen Abschreibung; maximal 25% pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens für die Jahre 2020 und 2021.
  • Anrechnung der Gewerbesteuer: Die Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer erfolgt nicht mehr mit dem Faktor 3,8 sondern mit 4,0.
  • Optionsmodell für Personengesellschaften: Einführung eines Optionsmodells für Personengesellschaften zur Besteuerung nach dem System für Kapitalgesellschaften.
  • Freibetrag für gewerbesteuerliche Hinzurechnung: Der Freibetrag für die Hinzurechnungen gemäß § 8 Nr. 1 GewStG wird angehoben von 100.000€ auf 200.000€.
  • Firmenwagenbesteuerung: Die Privatanteilsbesteuerung gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 Nr. 3 EStG wird festgelegt mit 0,25%. Für diese Anwendung gilt eine Kaufpreisobergrenze von nunmehr 60.000€ (vorher 40.000€).
  • Kfz-Steuer: Die Kfz-Steuer-Befreiung für reine Elektrofahjrzeuge wird bis 2030 verlängtert.
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Ertragsteuerliche Behandlung der Corona-Soforthilfe

Die Corona-Soforthilfe konnten Unternehmer beantragen zur zumindest teilweisen Deckung der laufenden Betriebsausgaben.

Nunmehr gibt es mehrfach Stellungennahmen wie diese Soforthilfe ertragsteuerlich zu behandeln sei.

Das Land NRW hat sogar entschieden, dass die Soforthilfe-beträge auch auf Privatausgaben benutzt werden kann. So heißt es, dass Solo-Selbständige, die den Antrag auf Corona-Soforthilfe in dem Monaten März und April 2020 gestellt haben, für Ihren Lebenunterhalt pauschal 2.000 € verwenden dürfen.

Wie alle weiteren Bundesländer hier verfahren, muss genauestens in den Bemerkungen zu den Antragsformularen und nachträglichen Stellungnahmen überprüft werden.

Hinsichtlich der ertragsteuerlichen Behandlung der Corona-Soforthilfe ist deren Verwendung zu analysieren.

Denn die Besteuerung dieser beträge richtet sich nach der entsprechenden Verwendung.

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Verpflegungsmehraufwendungen bei Berufssoldaten

Bei Berufssoldaten kann der Posten der Reisekosten und Verpflegungsmehraufwendungen wegen durchgeführter Auswärtseinsätze umfangreich sein. Er sollte daher immer Beachtung finden.

Ein im Rahmen einer möglicher Weise doppelten Haushaltsführung anzusetzender Verpflegungsmehrsaufwand ist gemäß § 9 Abs. 4a S. 8 EStG zu kürzen, wenn und soweit einem Berufssoldaten in der Kaserne eine Gemeinschaftsverpflegung unentgeltlich zur Verfügung steht.

Das soll auch dann gelten, wenn der Berufssoldat nicht an allen Mahlzeiten tatsächlich teilnimmt.

Grundsätzlich sind Mehraufwendungen für die Verpflegung durch Ansatz der Verpflegungspauschalen zu berücksichtigen.

Gemäß § 9 Abs. 4a S. 8 EStG sind die Verpflegungspauschalen zu kürzen, wenn dem Berufssoldaten anlässlich oder während einer Auswärtstätigkeit vom Dienstherren oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten eine Mahlzeit zur Verfügung gestellt wird.

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Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer

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Einkommensteuererklärung für Soldaten

Auch Soldatinnen und Soldaten müssen Steuererklärungen abgeben.

Das ist nicht zwingend logisch, da nicht alle Berufstätigen in Deutschland verpflichtet sind, Steuererklärungen abzugeben.

Wenn z.B. bei einem unverheiratetem oder getrennt lebenden Arbeitnehmer der Arbeitgeber monatlich die Lohnsteuer ohne weitere Berücksichtigung von Abzugsbeträgen einbehält und ordnungsgemäß an das Finanzamt abführt, ist dessen Lohn richtig berechnet - er braucht daher grundsätzlich erst einmal keine Einkommensteuererklärung einzureichen.

Selbst wenn er höheren Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen ansetzen könnte, die zu einer Steuererstattung führen würden, ist er nicht verpflichtet, diese zu erklären.

Dieser Grundsatz hat natürlich auch für Soldaten seine Gültigkeit.

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Widerlegung des Anscheinbeweises für die Privatnutzung

FG Niedersachsen vom 19.02.2020 (9 K 104/19) Widerlegung des Anscheinsbeweises für die Privatnutzung eines Betriebs-Kfz durch den einzigen Kommanditisten einer GmbH & Co. KG.

In dem Urteil kamen die Richter zu folgender Ansicht: Die allgemeine Lebenserfahrung spricht auch dann für eine private Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs, wenn dem Steuerpflichtigen zwar für private Fahrten ein Fahrzeug zur Verfügung steht, aber dieses Fahrzeug dem betrieblichen Fahrzeug in Status und Gebrauchswert nicht vergleichbar ist.

Allerdings ist unter diesen Umständen der für eine private Nutzung sprechende Anscheinsbeweis umso leichter zu erschüttern, je geringer die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen ausfallen.

Unter Gebrauchswert ist - nach dem Wortsinn - der Wert einer Sache hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit, ihrer Eignung für bestimmte Funktionen und Zwecke, mit anderen Worten der Nutzwert zu verstehen.

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Besonderheit bei der Steuererklärung für Soldatinnen und Soldaten

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Steuererklärung-Abgabepflicht - oft rettet sie Steuererstattungen

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Kapitalertragsteueranmeldung - praktischer Ablauf - so gehts richtig

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Vorsorgepauschale bei Soldaten

Bei der Einkommensteuererklärung für Soldatinnen und Soldaten gibt es viele Besonderheiten zu beachten.

Bei der Berechnung des laufenden Lohnsteuerabzugs wird z.B. eine Mindestvorsorgepauschale für Kranken- und Pflegeversicherungsbeträge in Höhe von 12 % des Arbeitslohns, höchstens jedoch 1.900,- € berücksichtigt. Dieser Höchstbetrag gilt bei den Lohnsteuerklassen I, II, IV und V. Bei der Lohnsteuerklasse III werden maximal 3.000,- € berücksichtigt.

Diese Pauschale wird immer angesetzt, unabhängig, ob überhaupt Vorsorgeaufwendungen angefallen sind. Die laufende monatliche Lohnsteuerberechnung findet also immer mit dieser Pauschale statt.

Dies führt jedoch dazu, dass diese Pauschalierung sich später in der Einkommensteuererklärung nachteilig auswirken kann.

Denn Soldatinnen und Soldaten haben einen Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung und sind daher nicht zwingend gesetzliche oder privat Krankenversichert.

Sie können daher grundsätzlich geringe Vorsorgeaufwendungen haben. Die im Lohnsteuerabzugsverfahren zu berücksichtigende Mindestvorsorgepauschale kann daher regelmäßig höher sein als die tatsächlich im Rahmen Einkommensteuerveranlagung nachgewiesenen Ausgaben.

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Wer muss eine Einkommensteuererklärung einreichen?

Für die Einreichung der Einkommensteuererklärung gibt es 2 Gruppen von Steuerpflichtigen.

  1. diejenigen, die abgeben müssen, und
  2. diejenigen, die nicht abgeben müssen, sondern freiwillig dürfen.

Die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung lohnt sich immer dann, wenn neben den sowieso in der Lohnsteuerberechnung berücksichtigten Pauschbeträgen, weitere Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen vorhanden sind. Oder Aufwendungen für Handwerkerleistungen bzw. haushaltsnahe Dienstleistungen angefallen sind.

Bei einer Abgabepflicht müssen Sie Ihre Steuererklärung bis zum 31. Juli des folgenden Jahres oder wenn Sie einen Steuerberater beauftragt haben, bis zum 29.02. des überfolgenden Jahres abgeben.

Freiwillige Abgabe

Für die freiwilligen Abgabe gilt eine sogenannte Festsetzungsfrist. Diese beträgt 4 Jahre. Das heißt, spätestens vier Jahre nach Entstehen der Steuer (Ablauf des entsprechenden Steuerjahres) muss die Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgegeben worden sein. Wir dieser Termin verpasst, muss das Finanzamt nicht mehr veranlagen.

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Betriebsveranstaltungen - optimal steuerlich ausnutzen

Betriebsveranstaltungen sind betrieblich veranlasste Veranstaltungen mit gesellschaftlichem Charakter, bei denen die Teilnahme allen Betriebsangehörigen offen steht.

Diese Zuwendungen stellen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar, wenn die Zuwendungen unüblich sind und einen Freibetrag von jeweils 110 € übersteigen (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG).

Voraussetzungen:

Diese Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen stellen jedoch keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar, wenn die folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  1. Es handelt sich um eine betriebliche Veranstaltung mit gesellschaftlichem Charakter,
  2. die Teilnahme steht allen Beschäftigten des Betriebs, zumindest jedoch allen Beschäftigten in einer einzelnen Organisationseinheit (Abteilung, Filiale etc.) offen,
  3. der Veranstalter ist der Arbeitgeber oder der Betriebs- bzw. Personalrat

Beispiele:

  • Weihnachtsfeier,
  • Betriebsausflug,
  • Musical- Kino- oder Theaterbesuch,
  • Jubiläumsfeier für mehrere Arbeitnehmer mit rundem Arbeitnehmerjubiläum,
  • Filialfeiern, Abteilungsfeiern,
  • Pensionärstreffen, für ehemalige Arbeitnehmer im Ruhestand.

Keine Betriebsveranstaltungen liegen hingegen vor, wenn die allgemeine Zugänglichkeit nicht gegeben ist.

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Rabattfreibetrag - BFH, 26.09.2019, VI R 23/17

BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.09.2019, VI R 23/17

Rabattfreibetrag für Fahrvergünstigung der Deutschen Bahn AG im Fernverkehr

Leitsätze

1. Der Rabattfreibetrag erstreckt sich auf alle Fahrvergünstigungen, die die Deutsche Bahn AG (ehemaligen) Arbeitnehmern gewährt. Dies gilt auch dann, wenn die unentgeltlich oder verbilligt gewährten Freifahrtscheine aufgrund besonderer Nutzungsbestimmungen fremden Letztverbrauchern nicht angeboten werden (Parallelverfahren VI R 4/17 und VI R 7/19).

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Investitionsabzugsbetrag (IAB) - Sparpotential vorziehen mit § 7g EStG

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