Geschäftsfahrzeug vs. Privatfahrzeug

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Firmenfahrzeug vs. Privatfahrzeug - womit spart man am meisten Steuern

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Zuzahlung bei Privatnutzung eines Dienstwagens

Zuzahlung zum zu versteuernden Geldwerten Vorteil durch den Arbeitnehmer an den Arbeitgeber

Das Finanzgericht Nürnberg hat in einem Urteil vom 27.01.2016 (3 K 661/14) bekräftigt, dass ein Nutzungsvorteil aus der privaten Nutzung eines Dienstwagens auch dann vom Arbeitnehmer zu versteuern ist, wenn der Arbeitnehmer eine Zuzahlung an den Arbeitgeber leistet.

Die Zuzahlungen mindern jedoch den zu versteuernden Nutzungsvorteil. In Höhe der Zuzahlung sei der Arbeitnehmer nicht bereichert und es läge daher kein geldwerter Vorteil vor.

Zum Geldwerten Vorteil führen die Richter allgemein aus: Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit sind nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG Gehälter, Löhne, Gratifikationen, Tantiemen und andere Bezüge und Vorteile, die für eine Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt werden.

Die unentgeltliche bzw. verbilligte Überlassung eines Dienstwagens durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer für dessen Privatnutzung führt zu einer Bereicherung des Arbeitnehmers und damit zum Lohnzufluss.

Gemäß § 8 Abs. 2 Satz 2 EStG gilt ab dem Veranlagungszeitraum 1996 für die Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs zu privaten Fahrten die in § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG getroffene Regelung entsprechend; diese Nutzung ist daher für jeden Kalendermonat mit 1 v.H. des inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschließlich der Umsatzsteuer anzusetzen.

Der Wert nach § 8 Abs. 2 Satz 2 EStG erhöht sich gemäß § 8 Abs. 2 Satz 3 EStG für jeden Kalendermonat um 0,03 v.H. des genannten Listenpreises für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, wenn das Fahrzeug für solche Fahrten genutzt werden kann.

Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
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Zuzahlung bei Privatnutzung eines Dienstwagens

Zuzahlung zum zu versteuernden Geldwerten Vorteil durch den Arbeitnehmer an den Arbeitgeber

Das Finanzgericht Nürnberg hat in einem Urteil vom 27.01.2016 (3 K 661/14) bekräftigt, dass ein Nutzungsvorteil aus der privaten Nutzung eines Dienstwagens auch dann vom Arbeitnehmer zu versteuern ist, wenn der Arbeitnehmer eine Zuzahlung an den Arbeitgeber leistet.

Die Zuzahlungen mindern jedoch den zu versteuernden Nutzungsvorteil. In Höhe der Zuzahlung sei der Arbeitnehmer nicht bereichert und es läge daher kein geldwerter Vorteil vor.

Zum Geldwerten Vorteil führen die Richter allgemein aus: Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit sind nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG Gehälter, Löhne, Gratifikationen, Tantiemen und andere Bezüge und Vorteile, die für eine Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt werden.

Die unentgeltliche bzw. verbilligte Überlassung eines Dienstwagens durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer für dessen Privatnutzung führt zu einer Bereicherung des Arbeitnehmers und damit zum Lohnzufluss.

Gemäß § 8 Abs. 2 Satz 2 EStG gilt ab dem Veranlagungszeitraum 1996 für die Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs zu privaten Fahrten die in § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG getroffene Regelung entsprechend; diese Nutzung ist daher für jeden Kalendermonat mit 1 v.H. des inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschließlich der Umsatzsteuer anzusetzen.

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Nachteilsausgleich für Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge

Durch das vorerst gescheiterte Jahressteuergesetz 2013 sollen zukünftig alle Fahrzeuge mit Null-Emissions-Antrieben (Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge) von der Steuerbefreiung (Nachteilsausgleich) erfasst werden. Die Nachteilsausgleichsregelung besagt, dass der Bruttolistenpreis aller solcher bis zum 31.12.2013 angeschafften Kraftfahrzeuge pauschal um 500€ pro kWh Batteriekapazität gemindert wird. Der Höchstbetrag der Minderung beträgt 10.000€ pro Fahrzeug.

Dieser Abzugsbetrag und der Höchstbetrag mindern sich sukzessive für später angeschaffte Fahrzeuge. Die Minderung der Bemessungsgrundlage ist wichtig für die Ermittlung des Privatanteils für Dienst- bzw. Firmenwagen.

Für Dienstwagen bzw. Firmenwagen bedeutet dies eine steuerliche Entlastung im Vergleich zu den "normalen" Diesel- oder Benzinfahrzeugen. Die Steuerbefreiung soll die teurere Anschaffung entlasten und zur Anschaffung anreizen.

Da diese Änderung unstrittig war, wird sie wohl demnächst in Kraft treten.

cpm- Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
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Nachteilsausgleich für Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge

Durch das vorerst gescheiterte Jahressteuergesetz 2013 sollen zukünftig alle Fahrzeuge mit Null-Emissions-Antrieben (Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge) von der Steuerbefreiung (Nachteilsausgleich) erfasst werden. Die Nachteilsausgleichsregelung besagt, dass der Bruttolistenpreis aller solcher bis zum 31.12.2013 angeschafften Kraftfahrzeuge pauschal um 500€ pro kWh Batteriekapazität gemindert wird. Der Höchstbetrag der Minderung beträgt 10.000€ pro Fahrzeug.

Dieser Abzugsbetrag und der Höchstbetrag mindern sich sukzessive für später angeschaffte Fahrzeuge. Die Minderung der Bemessungsgrundlage ist wichtig für die Ermittlung des Privatanteils für Dienst- bzw. Firmenwagen.

Für Dienstwagen bzw. Firmenwagen bedeutet dies eine steuerliche Entlastung im Vergleich zu den "normalen" Diesel- oder Benzinfahrzeugen. Die Steuerbefreiung soll die teurere Anschaffung entlasten und zur Anschaffung anreizen.

Da diese Änderung unstrittig war, wird sie wohl demnächst in Kraft treten.

cpm- Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg

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Leasingraten für den Firmenwagen selbst zahlen

Ein Arbeitnehmer zahlte im Streitjahr 2.000 Euro Leasingraten für den Firmenwagen selbst und zog diese Kosten als Werbungskosten ab. Außerdem ermittelte der Arbeitnehmer den privaten Anteil am Firmenwagen mit der Fahrtenbuch-Methode. Von diesem Betrag zog er die selbst gezahlten Kosten ab. Doch das Finanzamt duldete diesen Abzug jedoch nicht.

Als Arbeitslohn gelten alle Einnahmen, die aufgrund des Arbeitsverhältnisses zufließen. Dabei wird nicht differenziert, in welcher Form man das Entgelt erhält. Deshalb zählt auch die Überlassung eines Firmenwagens zur Entlohnung. Da die private Nutzung des Firmenwagens zum Arbeitslohn zählt, muss man diesen „geldwerten Vorteil“ versteuern.

Für die Ermittlung des Vorteils stehen zum Einen die 1%- Regelung und zum Anderen die Fahrtenbuchmethode zur Verfügung.

(Finanzgericht Münster, Pressemitteilung vom 15.5.2012 zum Urteil 11 K 2817/11 / Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI R 57/06, VI R 96/04, VI R 59/06)
Arbeitnehmer können die ihnen im Zusammenhang mit dem überlassenen Pkw entstandenen jaufenden Kosten im Rahmen der Einkommensteuererklärung stets als Werbungskosten geltend machen, wenn der Vorteil auf Grundlage des Einzelnachweises nach der so genannten Fahrtenbuchmethode bewertet wird. Wird der Vorteil hingegen nach der sog. 1 %-Regelung pauschal ermittelt, sind pauschale Nutzungsentgelte und damit vergleichbare Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten des entsprechenden Fahrzeugs vorteilsmindernd zu berücksichtigen. Vom Arbeitnehmer selbst getragene einzelne Aufwendungen wie etwa Treibstoffkosten bleiben dann aber unberücksichtigt (VI R 59/06). Denn der Zweck der pauschalierenden 1 %-Regelung wäre dann verfehlt, wenn bei dieser pauschalen Vorteilsbewertung individuelle Aufwendungen Berücksichtigung fänden.

Zusammenfassung:
Der nach der sog. 1 %-Regelung gemäß § 40 Abs. 1 EStG pauschaliert besteuerte Vorteil eines vom Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zur Privatnutzung überlassenen Dienstwagens ist nicht um die vom Arbeitnehmer selbst getragenen Treibstoffkosten zu mindern. Vom AN übernommene Kosten sind kein Entgelt für die Einräumung der Nutzungsmöglichkeit.

Überlässt ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Pkw für dessen private Nutzung, können einzelne vom Arbeitnehmer selbst getragene Kraftfahrzeugkosten als Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn der Nutzungsvorteil nach der sog. Fahrtenbuchmethode ermittelt wird. Dies ist hier erlaubt im Gegensatz zur pauschalierenden 1 %-Regelung.

Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten eines dem Arbeitnehmer zur privaten Nutzung überlassenen Pkw sind stets als Werbungskosten bei den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit zu berücksichtigen, unabhängig davon, ob der Nutzungsvorteil nach der 1 %-Regelung oder der Fahrtenbuchmethode besteuert wird.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
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Leasingraten für den Firmenwagen selbst zahlen

Ein Arbeitnehmer zahlte im Streitjahr 2.000 Euro Leasingraten für den Firmenwagen selbst und zog diese Kosten als Werbungskosten ab. Außerdem ermittelte der Arbeitnehmer den privaten Anteil am Firmenwagen mit der Fahrtenbuch-Methode. Von diesem Betrag zog er die selbst gezahlten Kosten ab. Doch das Finanzamt duldete diesen Abzug jedoch nicht.

Als Arbeitslohn gelten alle Einnahmen, die aufgrund des Arbeitsverhältnisses zufließen. Dabei wird nicht differenziert, in welcher Form man das Entgelt erhält. Deshalb zählt auch die Überlassung eines Firmenwagens zur Entlohnung. Da die private Nutzung des Firmenwagens zum Arbeitslohn zählt, muss man diesen „geldwerten Vorteil“ versteuern.

Für die Ermittlung des Vorteils stehen zum Einen die 1%- Regelung und zum Anderen die Fahrtenbuchmethode zur Verfügung.

(Finanzgericht Münster, Pressemitteilung vom 15.5.2012 zum Urteil 11 K 2817/11 / Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI R 57/06, VI R 96/04, VI R 59/06)
Arbeitnehmer können die ihnen im Zusammenhang mit dem überlassenen Pkw entstandenen jaufenden Kosten im Rahmen der Einkommensteuererklärung stets als Werbungskosten geltend machen, wenn der Vorteil auf Grundlage des Einzelnachweises nach der so genannten Fahrtenbuchmethode bewertet wird. Wird der Vorteil hingegen nach der sog. 1 %-Regelung pauschal ermittelt, sind pauschale Nutzungsentgelte und damit vergleichbare Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten des entsprechenden Fahrzeugs vorteilsmindernd zu berücksichtigen. Vom Arbeitnehmer selbst getragene einzelne Aufwendungen wie etwa Treibstoffkosten bleiben dann aber unberücksichtigt (VI R 59/06). Denn der Zweck der pauschalierenden 1 %-Regelung wäre dann verfehlt, wenn bei dieser pauschalen Vorteilsbewertung individuelle Aufwendungen Berücksichtigung fänden.

Zusammenfassung:
Der nach der sog. 1 %-Regelung gemäß § 40 Abs. 1 EStG pauschaliert besteuerte Vorteil eines vom Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zur Privatnutzung überlassenen Dienstwagens ist nicht um die vom Arbeitnehmer selbst getragenen Treibstoffkosten zu mindern. Vom AN übernommene Kosten sind kein Entgelt für die Einräumung der Nutzungsmöglichkeit.

Überlässt ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Pkw für dessen private Nutzung, können einzelne vom Arbeitnehmer selbst getragene Kraftfahrzeugkosten als Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn der Nutzungsvorteil nach der sog. Fahrtenbuchmethode ermittelt wird. Dies ist hier erlaubt im Gegensatz zur pauschalierenden 1 %-Regelung.

Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten eines dem Arbeitnehmer zur privaten Nutzung überlassenen Pkw sind stets als Werbungskosten bei den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit zu berücksichtigen, unabhängig davon, ob der Nutzungsvorteil nach der 1 %-Regelung oder der Fahrtenbuchmethode besteuert wird.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
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Firmenwagenbesteuerung

Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler muss bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage zu der 1%-Regelung ein Abschlag vom Bruttolistenpreis in Höhe von 20% vorgenommen werden, da in der Regel nicht der Bruttolistenpreis, sondern ein viel geringerer Preis für das Fahrzeug bezahlt wird.

Für den BdSt ist es fraglich, ob die Pauschalbewertung des Privatanteils eines Firmenwagens verfassungsgemäß ist, wenn die Nutzungsentnahme nach dem Listenpreis bei der Erstzulassung, ohne Berücksichtigung etwaiger üblicher Rabatte bemessen wird. Der BdSt unterstützte daher ein sog. Musterverfahren beim FG Niedersachsen.

Der BdSt führt aus: Am 29.09.2011 hat der 9. Senat des Niedersächsischen FG die Klage zur Besteuerung des geldwerten Vorteils der Privatnutzung eines Firmenwagens mit der 1%-Regelung auf Basis des Bruttolistenpreises abgewiesen (vgl. Az. 9 K 394/10). Allerdings hat das Finanzgericht die Revision zugelassen. Das Gericht führt aus, dass der Gesetzgeber sich bei der Typisierung im Rahmen seines Gestaltungsspielraums gehalten hat, da es sich um eine widerlegbare Typisierung wegen der Möglichkeit des Führens eines Fahrtenbuchs handelt. Gleichwohl gibt das Gericht zu, dass die Bemessung nach dem Bruttolistenpreis „eine recht grobe Typisierung darstellt“. Da das Recht zur gesetzlichen Typisierung unter dem Vorbehalt der realitätsgerechten Erfassung der Wirklichkeit steht und noch keine Entscheidung des BFH zu der Frage des Anpassungszwangs des Gesetzgebers im Rahmen der 1%-Regelung vorliegt, war die Revision zuzulassen. Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler sollte vom Bruttolistenpreis ein Abschlag von 20% vorgenommen werden und darauf die 1%-Regelung angewendet werden, da mit einem 20%igen Abschlag ähnliche Werte erreicht, als wenn man den marktüblichen Preis als Bemessungsgrundlage verwendet.

Quelle: BdSt, Pressemitteilung v. 07.10.2011, NWB online 10.10.2011
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Firmenwagenbesteuerung

Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler muss bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage zu der 1%-Regelung ein Abschlag vom Bruttolistenpreis in Höhe von 20% vorgenommen werden, da in der Regel nicht der Bruttolistenpreis, sondern ein viel geringerer Preis für das Fahrzeug bezahlt wird.

Für den BdSt ist es fraglich, ob die Pauschalbewertung des Privatanteils eines Firmenwagens verfassungsgemäß ist, wenn die Nutzungsentnahme nach dem Listenpreis bei der Erstzulassung, ohne Berücksichtigung etwaiger üblicher Rabatte bemessen wird. Der BdSt unterstützte daher ein sog. Musterverfahren beim FG Niedersachsen.

Der BdSt führt aus: Am 29.09.2011 hat der 9. Senat des Niedersächsischen FG die Klage zur Besteuerung des geldwerten Vorteils der Privatnutzung eines Firmenwagens mit der 1%-Regelung auf Basis des Bruttolistenpreises abgewiesen (vgl. Az. 9 K 394/10). Allerdings hat das Finanzgericht die Revision zugelassen. Das Gericht führt aus, dass der Gesetzgeber sich bei der Typisierung im Rahmen seines Gestaltungsspielraums gehalten hat, da es sich um eine widerlegbare Typisierung wegen der Möglichkeit des Führens eines Fahrtenbuchs handelt. Gleichwohl gibt das Gericht zu, dass die Bemessung nach dem Bruttolistenpreis „eine recht grobe Typisierung darstellt“. Da das Recht zur gesetzlichen Typisierung unter dem Vorbehalt der realitätsgerechten Erfassung der Wirklichkeit steht und noch keine Entscheidung des BFH zu der Frage des Anpassungszwangs des Gesetzgebers im Rahmen der 1%-Regelung vorliegt, war die Revision zuzulassen. Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler sollte vom Bruttolistenpreis ein Abschlag von 20% vorgenommen werden und darauf die 1%-Regelung angewendet werden, da mit einem 20%igen Abschlag ähnliche Werte erreicht, als wenn man den marktüblichen Preis als Bemessungsgrundlage verwendet.

Quelle: BdSt, Pressemitteilung v. 07.10.2011, NWB online 10.10.2011

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