Grenzüberschreitender Versandhandel (Fernverkauf)

Überblick über die Regelungen zum grenzüberschreitenden Versandhandel (Fernverkauf)

Bei grenzüberschreitenden Lieferungen an private Abnehmer gilt in der europäischen Union das Ursprungslandprinzip.

Das heißt: Verkauft ein Unternehmer mit z.B. Sitz und Warenlager in Deutschland Produkte nach Frankreich an Privatpersonen, entsteht in Deutschland die deutsche Umsatzsteuer und muss in Deutschland abgeführt werden.

Ab einer bestimmten Größenordnung (Lieferschwelle; Geringfügigkeitsschwelle) werden die Umsätze jedoch im Bestimmungsland versteuert. Bedingung hierfür ist, dass die Gegenstände vom Unternehmen im Ursprungsland zur Privatperson im Bestimmungland versendet bzw. befördert wurden. Hierbei muss der Unternehmer als als Lieferer bzw. Beförderer verantwortlich sein.

Das heißt: Überschreitet der Unternehmer (wie oben) die Lieferschwelle, entsteht in Frankreich die französische Umsatzsteuer und muss in Frankreich abgeführt werden.

Diese "Versandhandelregelung" gilt jedoch nicht, wenn der private Abnehmer für die Beförderung verantwortlich ist. Der Unternehmer darf weder mittelbar noch unmittelbar an der Bevörderung bzw. Versendung beteiligt sein.

Weiterlesen
  17 Aufrufe
Mehr Info
Browser Hinweis
Logo Datev
DATEV
Mitglied
Logo Hawit
HaWiT
               
DMCA.com Protection Status © cpm - Steuerberater
               
DMCA.com Protection Status © cpm - Steuerberater