Beteiligungserträge im Privatvermögen

Bei der Besteuerung von Kapitalerträgen gibt es eine Vielzahl von Regelungen.

Wird eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft im Privatvermögen gehalten, erfolgt die Besteuerung von Ausschüttungen (Dividenden) durch die Regelungen über die Abgeltungssteuer; § 32d EStG.

Die Einkommensteuer für Einkünfte aus Kapitalvermögen, die nicht unter § 20 Absatz 8 fallen, beträgt 25 Prozent. Die im Zusammenhang mit diesen Beteiligungen stehenden Aufwendungen sind dann steuerlich nicht zu berücksichtigen.

§ 32d Abs. 2 Nr. 3 EStg eröffnet jedoch eine Ausnahme:

Besteht eine Beteiligung zu mindestens 25 % an einer Kapitalgesellschaft, kann ein Antrag nach § 32 Abs. 2 Nr. 3 EStG gestellt werden. Dann kann eine Besteuerung der Einkünfte vorgenommen werden nach dem Teileinkünfteverfahren. D.h. 40% der Erträge werden steuerfreigestellt. Nur 60% der Erträge werden mit dem individuellen Steuersatz besteuert. Darüber hnaus können alle in diesem Zusammenhang entstandenden Aiufwendungen zu 60% angerechnet werden; § 3c Abs. 2 EStG.

Besteht eine Beteiligung zu mindestens 1% und ist der Steuerpflichtige zusätzlich außerdem beruflich für die Gesellschaft tätig, kann der Antrag nach § 32 d Abs. 2 Nr. 3 EStG ebenfalls gestellt werden. Auch dann kann eine Besteuerung der Einkünfte vorgenommen werden nach dem Teileinkünfteverfahren. D.h. 40% der Erträge werden steuerfreigestellt. Nur 60% der Erträge werden mit dem individuellen Steuersatz besteuert. Darüber hnaus können alle in diesem Zusammenhang entstandenden Aiufwendungen zu 60% angerechnet werden; § 3c Abs. 2 EStG.

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Besteuerung von Gewinnausschüttungen

Tarifbesteuerung von Ausschüttungen

Kapitalerträge werden in Deutschland mittels der Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % auf die Kapitalertragsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer versteuert.

Diese Abgeltungssteuer durch Einbehalt als der Quelle hat den Besteuerungsvorgang nicht nur vereinfacht. Eine Vereinfachung ist eingetreten, da Erträge, die im Privatvermögen bezogen werden, nunmehr nicht mehr in der Einkommensteuererklärung erklärt werden müssen.

Doch da dies nicht unbedingt günstiger für den Steuerpflichtigen sein muss, wurden hierzu Ausnahmeregelungen zugelassen.

Durch den Antrag auf Günstigerprüfung und damit die Wahl der Tarifbesteuerung kann eine Veranlagung in der Einkommensteuererklärung erreicht werden.

§ 32d Abs. 2 EStG enthält jedoch auch weitere Tatbestände, bei deren Zutreffen die Abgeltungssteuer nicht anzuwenden ist, sondern der individuelle Steuersatz.

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BFH, 30.01.2018, VIII R 75/13

BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2018, VIII R 75/13 - Regiebetrieb

Regiebetrieb: Keine Kapitalertragsteuer durch Auflösung von Rücklagen, die aus Gewinnen des Jahres 2001 stammen - Umwandlung eines Regiebetriebs in eine GmbH: Kapitalertragsteuerpflicht für Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002

Leitsätze

Bei einem Betrieb gewerblicher Art in der Form des Regiebetriebs führen in 2001 erzielte Gewinne nicht zu steuerpflichtigen Einkünften aus Kapitalvermögen i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 10 Buchst. b Satz 1 EStG, die der Kapitalertragsteuer unterliegen (Bestätigung des BFH-Urteils vom 11. Juli 2007 I R 105/05, BFHE 218, 327, BStBl II 2007, 841). Werden solche Gewinne in Rücklagen eingestellt, führt deren spätere Auflösung zu außerbetrieblichen Zwecken ebenfalls nicht zu steuerpflichtigen Einkünften aus Kapitalvermögen.

Tenor

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BFH, 30.01.2018, VIII R 75/13

BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2018, VIII R 75/13 - Regiebetrieb

Regiebetrieb: Keine Kapitalertragsteuer durch Auflösung von Rücklagen, die aus Gewinnen des Jahres 2001 stammen - Umwandlung eines Regiebetriebs in eine GmbH: Kapitalertragsteuerpflicht für Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002

Leitsätze

Bei einem Betrieb gewerblicher Art in der Form des Regiebetriebs führen in 2001 erzielte Gewinne nicht zu steuerpflichtigen Einkünften aus Kapitalvermögen i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 10 Buchst. b Satz 1 EStG, die der Kapitalertragsteuer unterliegen (Bestätigung des BFH-Urteils vom 11. Juli 2007 I R 105/05, BFHE 218, 327, BStBl II 2007, 841). Werden solche Gewinne in Rücklagen eingestellt, führt deren spätere Auflösung zu außerbetrieblichen Zwecken ebenfalls nicht zu steuerpflichtigen Einkünften aus Kapitalvermögen.

Tenor

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Studenten: 3 gute Gründe für eine Steuererklärung



(Foto: ©Michael-Piesbergen/PIXELIO/www.pixelio.de)

1.) 8.004 EUR zu versteuerndes Einkommen
Die komplette Lohnsteuer wird erstattet, wenn das zu versteuernde Einkommen eines Singles nicht mehr als 8.004 EUR im Kalenderjahr betragen hat.

2.) 1.000 EUR Arbeitnehmer-Pauschbetrag
Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegt seit 2011 bei 1.000 EUR. Haben Studenten nur einen Teil des Jahres gearbeitet, wurde eventuell bei der Lohnsteuer nicht der volle Pauschbetrag berücksichtigt. In der Steuererklärung wird das nachgeholt. Auch hier bestünde die Chance einer Steuererstattung.

3.) Einbehaltene Kapitalertragsteuer
Wurde von einem Kreditinstitut Kapitalertragsteuer und der darauf anfallende Solidaritätszuschlag einbehalten, kann sich auch in diesem Fall eine Steuererklärung lohnen. Das gilt vor allem, wenn das zu versteuernde Einkommen insgesamt unter 8004 EUR liegt, aber auch, wenn der Sparerpauschbetrag nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Sprechen Sie mich gerne an und wir schauen in einem persönlichem Gespräch, ob die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung auch in Ihrem Fall zur Erstattung von Steuern führt.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
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Studenten: 3 gute Gründe für eine Steuererklärung

(Foto: ©Michael-Piesbergen/PIXELIO/www.pixelio.de)

1.) 8.004 EUR zu versteuerndes EinkommenDie komplette Lohnsteuer wird erstattet, wenn das zu versteuernde Einkommen eines Singles nicht mehr als 8.004 EUR im Kalenderjahr betragen hat.

2.) 1.000 EUR Arbeitnehmer-PauschbetragDer Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegt seit 2011 bei 1.000 EUR. Haben Studenten nur einen Teil des Jahres gearbeitet, wurde eventuell bei der Lohnsteuer nicht der volle Pauschbetrag berücksichtigt. In der Steuererklärung wird das nachgeholt. Auch hier bestünde die Chance einer Steuererstattung.

3.) Einbehaltene KapitalertragsteuerWurde von einem Kreditinstitut Kapitalertragsteuer und der darauf anfallende Solidaritätszuschlag einbehalten, kann sich auch in diesem Fall eine Steuererklärung lohnen. Das gilt vor allem, wenn das zu versteuernde Einkommen insgesamt unter 8004 EUR liegt, aber auch, wenn der Sparerpauschbetrag nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Sprechen Sie mich gerne an und wir schauen in einem persönlichem Gespräch, ob die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung auch in Ihrem Fall zur Erstattung von Steuern führt.

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Anrechnung norwegischer Quellensteuer auf die deutsche Abgeltungsteuer

Das BMF hat sich zur Anwendung der geänderten Übersicht des Bundeszentralamtes für Steuern über die Anrechenbarkeit der Quellensteuer von DBA-Staaten ab dem 1. Juli eines Kalenderjahres geäußert.

Die Berücksichtigung der ausländischen Quellensteuer er folgt nach Einführung der Abgeltungssteuer zum 01. Januar 2009 gemäß § 43a Absatz 3 Satz 1 EStG grundsätzlich bereits bei Erhebung der deutschen Kapitalertragsteuer auf Ebene der Kreditinstitute nach Maßgabe des § 32dAbsatz 5 EStG (Rz. 201 des BMF-Schreibens vom 22. Dezember 2009 - BStBl 2010 I Seite 94).

Davon abweichend wird die deutsche Kapitalertragsteuer ohne Berücksichtigder ausländischen Steuer erhoben, wenn im betreffenden ausländischen Staat nach dem Rechdieses Staates ein Anspruch auf teilweise oder vollständige Erstattung der ausländischen Steuer besteht.

vollständiges Schreiben:
http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/BMF__Startseite/Aktuelles/BMF__Schreiben/Veroffentlichungen__zu__Steuerarten/Abgeltungsteuer/010__a,property=publicationFile.html
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Anrechnung norwegischer Quellensteuer auf die deutsche Abgeltungsteuer

Das BMF hat sich zur Anwendung der geänderten Übersicht des Bundeszentralamtes für Steuern über die Anrechenbarkeit der Quellensteuer von DBA-Staaten ab dem 1. Juli eines Kalenderjahres geäußert.

Die Berücksichtigung der ausländischen Quellensteuer er folgt nach Einführung der Abgeltungssteuer zum 01. Januar 2009 gemäß § 43a Absatz 3 Satz 1 EStG grundsätzlich bereits bei Erhebung der deutschen Kapitalertragsteuer auf Ebene der Kreditinstitute nach Maßgabe des § 32dAbsatz 5 EStG (Rz. 201 des BMF-Schreibens vom 22. Dezember 2009 - BStBl 2010 I Seite 94).

Davon abweichend wird die deutsche Kapitalertragsteuer ohne Berücksichtigder ausländischen Steuer erhoben, wenn im betreffenden ausländischen Staat nach dem Rechdieses Staates ein Anspruch auf teilweise oder vollständige Erstattung der ausländischen Steuer besteht.

vollständiges Schreiben:http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/BMF__Startseite/Aktuelles/BMF__Schreiben/Veroffentlichungen__zu__Steuerarten/Abgeltungsteuer/010__a,property=publicationFile.html

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Anrechnung spanischer Quellensteuer

Anrechnung spanischer Quellensteuer auf die deutsche Abgeltungsteuer nach § 43a Absatz 3 EStG für das Jahr 2009

Die Berücksichtigung ausländischer Quellensteuer erfolgt gemäß Einführung der Abgeltungsteuer zum 1. Januar 2009 gemäß § 43a Absatz 3 Satz 1 EStG grundsätzlich bereits bei Erhebung der deutschen Kapitalertragsteuer auf Ebene der Kreditinstitute entsprechend des § 32d Absatz 5 EStG (Rz. 201 des BMF-Schreibens vom 22. Dezember 2009 - BStBl 2010 I Seite 94).

Demgegenüber abweichend wird die deutsche Kapitalertragsteuer ohne Berücksichtigung der ausländischen Steuer erhoben, wenn im betreffenden ausländischen Staat nach dem Recht dieses Staates ein Anspruch auf teilweise oder vollständige Erstattung der ausländischen Steuer besteht.

In Spanien werden Kapitaleinkünfte pauschal mit 18 % (ab 2010: 19 %) besteuert. Dividendenausschüttungen sind bis 1.500 € von der Steuer befreit. Hierbei handelt es sich um einen Freibetrag, der sich auf sämtliche in einem Jahr erhaltene Ausschüttungen bezieht. Dieser Freibetrag wird beim Abzug der Quellensteuer in Spanien nicht berücksichtigt. Nicht in Spanien ansässige Dividendenempfänger aus einem EU- oder DBA-Staat erhalten auf Antrag eine Erstattung der Quellensteuer für maximal 1.500 € Dividenden pro Jahr.

http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/BMF__Startseite/Aktuelles/BMF__Schreiben/Veroffentlichungen__zu__Steuerarten/Abgeltungsteuer/008__a,property=publicationFile.pdf
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Anrechnung spanischer Quellensteuer

Anrechnung spanischer Quellensteuer auf die deutsche Abgeltungsteuer nach § 43a Absatz 3 EStG für das Jahr 2009

Die Berücksichtigung ausländischer Quellensteuer erfolgt gemäß Einführung der Abgeltungsteuer zum 1. Januar 2009 gemäß § 43a Absatz 3 Satz 1 EStG grundsätzlich bereits bei Erhebung der deutschen Kapitalertragsteuer auf Ebene der Kreditinstitute entsprechend des § 32d Absatz 5 EStG (Rz. 201 des BMF-Schreibens vom 22. Dezember 2009 - BStBl 2010 I Seite 94).

Demgegenüber abweichend wird die deutsche Kapitalertragsteuer ohne Berücksichtigung der ausländischen Steuer erhoben, wenn im betreffenden ausländischen Staat nach dem Recht dieses Staates ein Anspruch auf teilweise oder vollständige Erstattung der ausländischen Steuer besteht.

In Spanien werden Kapitaleinkünfte pauschal mit 18 % (ab 2010: 19 %) besteuert. Dividendenausschüttungen sind bis 1.500 € von der Steuer befreit. Hierbei handelt es sich um einen Freibetrag, der sich auf sämtliche in einem Jahr erhaltene Ausschüttungen bezieht. Dieser Freibetrag wird beim Abzug der Quellensteuer in Spanien nicht berücksichtigt. Nicht in Spanien ansässige Dividendenempfänger aus einem EU- oder DBA-Staat erhalten auf Antrag eine Erstattung der Quellensteuer für maximal 1.500 € Dividenden pro Jahr.

http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/BMF__Startseite/Aktuelles/BMF__Schreiben/Veroffentlichungen__zu__Steuerarten/Abgeltungsteuer/008__a,property=publicationFile.pdf
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