Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten

Für die Beantragung der Gewährung der staatlichen Beihilfen für die finanziellen Folgen der Corona-Krise ist es unter anderem notwendig zu bestätigen, dass das Unternehmen sich nicht in finanziellen Schrierigkeiten gemäß RZ 20 a bis c der Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten befindet:

Diese Randziffer 20 besagt folgendes:

Für die Zwecke dieser Leitlinien gilt ein Unternehmen dann als Unternehmen in Schwierigkeiten, wenn es auf kurze oder mittlere Sicht so gut wie sicher zur Einstellung seiner Geschäftstätigkeiten gezwungen sein wird, wenn der Staat nicht eingreift.

Im Sinne dieser Leitlinien befindet sich ein Unternehmen daher dann in Schwie­rigkeiten, wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

a) Im Falle von Gesellschaften mit beschränkter Haftung: Mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapi­tals ist infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen. Dies ist der Fall, wenn sich nach Abzug der auf­gelaufenen Verluste von den Rücklagen (und allen sonstigen Elementen, die im Allgemeinen den Eigenmit­teln des Unternehmens zugerechnet werden) ein negativer kumulativer Betrag ergibt, der mehr als der Hälfte des gezeichneten Stammkapitals entspricht.

Weiterlesen
  162 Aufrufe

Beantragung von Fördermitteln - Kalkulation des Bedarfs an Krediten

  17 Aufrufe

Wie sich Unternehmen bereits jetzt auf die Antragstellung vorbereiten können

Vorbereitung auf die Anträge - damit es dann schnell geht

Die Antragsformulare für finanzielle Hilfen werden wohl in den kommenden Tagen auf den Seiten der IFB freigeschaltet.

Zur Vorbereitung der Antragsstellung sollten sich Unternehmen bereits jetzt in drei Schritten vorbereiten:

  • Zusammenstellung von aussagekräftigen Belege, dass Ihr Unternehmen nicht schon vor Corona in Schwierigkeiten war
    - am besten letzten Jahresabschluss,
    - Steuernummer zur Überprüfung sowie
    - betriebswirtschaftliche Auswertung
  • Kurze Beschreibung, inwieweit Sie mit Ihrem Unternehmen von der aktuellen Situation betroffen sind,
  • Abschätzung Ihres Liquiditätsbedarfs zur Deckung von laufenden Kosten.

  301 Aufrufe

BMF-Schreiben vom 19.03.2020 - Steu­er­li­che Maß­nah­men wegen Co­ro­na­vi­rus (CO­VID-19/SARS-CoV-2)

Mit Schreiben vom 19.03.2020 hat sich nunmehr das Bundesministerium für Finanzen (BMF) zu steuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus geäußert.

In dem Schreiben heißt es:

In weiten Teilen des Bundesgebietes sind durch das Coronavirus beträchtliche wirtschaftliche Schäden entstanden oder diese werden noch entstehen.

Es ist daher angezeigt, den Geschädigten durch steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entgegenzukommen.

Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt daher im Hinblick auf Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie bei der Anpassung von Vorauszahlungen für Steuern, die von den Landesfinanzbehörden im Auftrag des Bundes verwaltet werden, Folgendes:

  1. Die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern, die von den Landesfinanzbehörden im Auftrag des Bundes verwaltet werden, sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer stellen. Diese Anträge sind nicht deshalb abzulehnen, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen für Stundungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in der Regel verzichtet werden. § 222 Satz 3 und 4 AO bleibt unberührt.
  2. Anträge auf Stundung der nach dem 31. Dezember 2020 fälligen Steuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen, die nur Zeiträume nach dem 31. Dezember 2020 betreffen, sind besonders zu begründen.
  3. Wird dem Finanzamt aufgrund Mitteilung des Vollstreckungsschuldners oder auf andere Weise bekannt, dass der Vollstreckungsschuldner unmittelbar und nicht unerheblich betroffen ist, soll bis zum 31. Dezember 2020 von Vollstreckungsmaßnahmen bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern im Sinne der Tz. 1 abgesehen werden. In den betreffenden Fällen sind die im Zeitraum ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Schreibens bis zum 31. Dezember 2020 verwirkten Säumniszuschläge für diese Steuern zum 31. Dezember 2020 zu erlassen. Die Finanzämter können den Erlass durch Allgemeinverfügung (§ 118 Satz 2 AO) regeln.
  4. Für die mittelbar Betroffenen gelten die allgemeinen Grundsätze
  173 Aufrufe

Checkliste Kurzarbeitergeld

Aufgrund der wiederholten Nachfragen zu diesem Thema:

  1. Sie benötigen eine Stamm-Nummer. Diese beantragen Sie mit der Anzeige über Arbeitsausfall.
  2. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter und holen sich das Einverständnis aller Mitarbeiter ein (schriftliche Vereinbarung).
  3. Informieren Sie Ihren Steuerberater (ggf. uns), dass Sie Kurzarbeit anmelden möchten und ab wann.
  4. Prüfen Sie, falls es für Ihre Branche einen Tarifvertrag gibt, ob dieser gesonderte Regelungen zum Kurzarbeitergeld enthält.
  5. Führen Sie genaue Aufzeichnungen über die ausgefallenen Arbeitsstunden je Mitarbeiter und reichen Sie diese Aufzeichnungen für die Erstellung der Lohnabrechnungen des jeweiligen Monats ein. Beachten Sie bitte: Kurzarbeitergeld kann nur für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen beantragt werden.

Dies ist keine individuelle Steuerberatung.

  252 Aufrufe

steuerliche Erleichterungen für Unternehmen wegen Corona Virus

  141 Aufrufe
Mehr Info
Browser Hinweis
Logo Datev
DATEV
Mitglied
Logo Hawit
HaWiT