Konjunktur-Paket II Überbrückungshilfen

Wer kann Überbrückungshilfe in Anspruch nehmen?

Überbrückungshilfe wird unabhängig von der Branche gewährt, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 % gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich:

  • Unternehmen inklusive gemeinnützigen Unternehmen bzw. Sozialunternehmen, Organisationen und Vereinen,
  • Soloselbstständige und
  • selbstständige Angehörige der Freien Berufe.

Als Unternehmen gilt jede rechtlich selbstständige Einheit (darunter fallen nicht: Betriebsstätten oder Zweigniederlassungen eines Unternehmens) unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig ist und am Stichtag 29. Februar 2020 mindestens einen Beschäftigten hat.

Soloselbstständige und selbstständig tätige Angehörige der Freien Berufe müssen im Haupterwerb tätig sein, d. h., sie müssen im Jahr 2019 mindestens 51 % der Summe der Einkünfte aus unternehmerischer Tätigkeit erzielt haben.

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Corona-Krise: einkommensteuerrelevante Hilfsmaßnahmen

Die Ersten und Zweiten Corona-Steuerhilfegesetze haben zahlreiche einkommensteuerliche Hilfsmaßnahmen geschaffen. Zu beachten ist, dass die getroffenen Regelungen fast ausschließlich befristet (meist bis 31.12.2020) aber auch rückwirkend (hauptsächlich zum 01.03.2020 anwendbar sind.

Kinderbonus

Der Kinderbobus wird für jedes im Jahr 2020 zumindest für 1 Monat kindergeldberechtigte Kind einmalig in Höhe von 300 € gewährt. Er wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Im Zuge der Einkommensteuererklärung wird der Bonus jedoch ähnlich wie das Kindergeld mit dem Kinderfreibetrag aufgerechnet.

Der Kinderbonus wird in zwei Teilen ausgezahlt. Im September 2020 sind es 200 € und im Oktober 2020 sind es 100 €.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

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Corona-Soforthilfe - wirklich sofort zu versteuern?

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Ertragsteuerliche Behandlung der Corona-Soforthilfe

Die Corona-Soforthilfe konnten Unternehmer beantragen zur zumindest teilweisen Deckung der laufenden Betriebsausgaben.

Nunmehr gibt es mehrfach Stellungennahmen wie diese Soforthilfe ertragsteuerlich zu behandeln sei.

Das Land NRW hat sogar entschieden, dass die Soforthilfe-beträge auch auf Privatausgaben benutzt werden kann. So heißt es, dass Solo-Selbständige, die den Antrag auf Corona-Soforthilfe in dem Monaten März und April 2020 gestellt haben, für Ihren Lebenunterhalt pauschal 2.000 € verwenden dürfen.

Wie alle weiteren Bundesländer hier verfahren, muss genauestens in den Bemerkungen zu den Antragsformularen und nachträglichen Stellungnahmen überprüft werden.

Hinsichtlich der ertragsteuerlichen Behandlung der Corona-Soforthilfe ist deren Verwendung zu analysieren.

Denn die Besteuerung dieser beträge richtet sich nach der entsprechenden Verwendung.

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Programm für Überbrückungshilfen - für die Monate Juni bis August 2020

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Anträge auf Soforthilfe sind nur noch bis 31.05.2020 möglich

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steuerfreier Coronabonus bis 1.500 Euro für alle Arbeitnehmer

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steuerfreier Coronabonus bis 1.500 €

Bonuszahlungen zur finanziellen Honorierung von Mehreinsatz und Mehrleistung der Mitarbeiter.

Zur finanziellen Honorierung des Mehreinsatzes und der höheren Leistung von Arbeitnehmern während der Coronakrise können Arbeitgeber nunmehr Bonuszahlungen an ihre Arbeitnehmer steuerfrei und sozialversicherungsfrei auszahlen.

Diese Bonuszahlung stützt das Bundesministerieum für Finanzen auf § 3 Nr. 11 EStG und R 3.11 Abs. 2 S. 1 LStR. Die Sozialversicherungsfreiheit ergibt sich aus § 1 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SvEV.

Die Bonuszahlungen können in Form von Geldleistungen aber auch als Sachbezüge an die Arbeitnehmer gewährt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich hierbei um eine Vollzeitkraft, Teilzeitkraft, Midijob oder Minijob handelt.

Der Betrag in Höhe von 1.500 Euro darf in der Bezugszeit vom 01.03. 2020 bis 31.12.2020 pro Arbeitnehmer nicht überschritten werden und muss zusätzlich zu vereinbarten Lohn gezahlt werden.

Weitere steuerfrei gewährte Leistungen bleiben von dieser Regelung unberührt und können somit zusätzlich gewährt werden.

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Neues Hilfspaket mit drei wesentlichen Komponenten - Stand 23.04.2020

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Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten

Für die Beantragung der Gewährung der staatlichen Beihilfen für die finanziellen Folgen der Corona-Krise ist es unter anderem notwendig zu bestätigen, dass das Unternehmen sich nicht in finanziellen Schrierigkeiten gemäß RZ 20 a bis c der Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten befindet:

Diese Randziffer 20 besagt folgendes:

Für die Zwecke dieser Leitlinien gilt ein Unternehmen dann als Unternehmen in Schwierigkeiten, wenn es auf kurze oder mittlere Sicht so gut wie sicher zur Einstellung seiner Geschäftstätigkeiten gezwungen sein wird, wenn der Staat nicht eingreift.

Im Sinne dieser Leitlinien befindet sich ein Unternehmen daher dann in Schwie­rigkeiten, wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

a) Im Falle von Gesellschaften mit beschränkter Haftung: Mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapi­tals ist infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen. Dies ist der Fall, wenn sich nach Abzug der auf­gelaufenen Verluste von den Rücklagen (und allen sonstigen Elementen, die im Allgemeinen den Eigenmit­teln des Unternehmens zugerechnet werden) ein negativer kumulativer Betrag ergibt, der mehr als der Hälfte des gezeichneten Stammkapitals entspricht.

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Beantragung von Fördermitteln - Kalkulation des Bedarfs an Krediten

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Wie sich Unternehmen bereits jetzt auf die Antragstellung vorbereiten können

Vorbereitung auf die Anträge - damit es dann schnell geht

Die Antragsformulare für finanzielle Hilfen werden wohl in den kommenden Tagen auf den Seiten der IFB freigeschaltet.

Zur Vorbereitung der Antragsstellung sollten sich Unternehmen bereits jetzt in drei Schritten vorbereiten:

  • Zusammenstellung von aussagekräftigen Belege, dass Ihr Unternehmen nicht schon vor Corona in Schwierigkeiten war
    - am besten letzten Jahresabschluss,
    - Steuernummer zur Überprüfung sowie
    - betriebswirtschaftliche Auswertung
  • Kurze Beschreibung, inwieweit Sie mit Ihrem Unternehmen von der aktuellen Situation betroffen sind,
  • Abschätzung Ihres Liquiditätsbedarfs zur Deckung von laufenden Kosten.

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BMF-Schreiben vom 19.03.2020 - Steu­er­li­che Maß­nah­men wegen Co­ro­na­vi­rus (CO­VID-19/SARS-CoV-2)

Mit Schreiben vom 19.03.2020 hat sich nunmehr das Bundesministerium für Finanzen (BMF) zu steuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus geäußert.

In dem Schreiben heißt es:

In weiten Teilen des Bundesgebietes sind durch das Coronavirus beträchtliche wirtschaftliche Schäden entstanden oder diese werden noch entstehen.

Es ist daher angezeigt, den Geschädigten durch steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entgegenzukommen.

Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt daher im Hinblick auf Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie bei der Anpassung von Vorauszahlungen für Steuern, die von den Landesfinanzbehörden im Auftrag des Bundes verwaltet werden, Folgendes:

  1. Die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern, die von den Landesfinanzbehörden im Auftrag des Bundes verwaltet werden, sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer stellen. Diese Anträge sind nicht deshalb abzulehnen, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen für Stundungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in der Regel verzichtet werden. § 222 Satz 3 und 4 AO bleibt unberührt.
  2. Anträge auf Stundung der nach dem 31. Dezember 2020 fälligen Steuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen, die nur Zeiträume nach dem 31. Dezember 2020 betreffen, sind besonders zu begründen.
  3. Wird dem Finanzamt aufgrund Mitteilung des Vollstreckungsschuldners oder auf andere Weise bekannt, dass der Vollstreckungsschuldner unmittelbar und nicht unerheblich betroffen ist, soll bis zum 31. Dezember 2020 von Vollstreckungsmaßnahmen bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern im Sinne der Tz. 1 abgesehen werden. In den betreffenden Fällen sind die im Zeitraum ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Schreibens bis zum 31. Dezember 2020 verwirkten Säumniszuschläge für diese Steuern zum 31. Dezember 2020 zu erlassen. Die Finanzämter können den Erlass durch Allgemeinverfügung (§ 118 Satz 2 AO) regeln.
  4. Für die mittelbar Betroffenen gelten die allgemeinen Grundsätze
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Checkliste Kurzarbeitergeld

Aufgrund der wiederholten Nachfragen zu diesem Thema:

  1. Sie benötigen eine Stamm-Nummer. Diese beantragen Sie mit der Anzeige über Arbeitsausfall.
  2. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter und holen sich das Einverständnis aller Mitarbeiter ein (schriftliche Vereinbarung).
  3. Informieren Sie Ihren Steuerberater (ggf. uns), dass Sie Kurzarbeit anmelden möchten und ab wann.
  4. Prüfen Sie, falls es für Ihre Branche einen Tarifvertrag gibt, ob dieser gesonderte Regelungen zum Kurzarbeitergeld enthält.
  5. Führen Sie genaue Aufzeichnungen über die ausgefallenen Arbeitsstunden je Mitarbeiter und reichen Sie diese Aufzeichnungen für die Erstellung der Lohnabrechnungen des jeweiligen Monats ein. Beachten Sie bitte: Kurzarbeitergeld kann nur für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen beantragt werden.

Dies ist keine individuelle Steuerberatung.

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steuerliche Erleichterungen für Unternehmen wegen Corona Virus

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