Übersicht Steuersätze auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen ab 01.07.2020

Aufgrund der Corona-Pandemie sind zur Entlastung der Gastronomie- und Verpflegungsbranche Umsatzsteuersätze abgesenkt worden.

Der nachfolgende Beitrag meint nicht die reinen Lebensmittellieferungen. Die neuen Umsatzsteuersätze gelten u.a. für folgende Betriebe, die Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen erbringen. Also Verpflegungsleistungen an bereitgestellten Verzehreinrichtungen (Tische, Essbänke, mit Bereitstellung von Geschirr usw):

  • Bäckereien
  • Cafes
  • Cateringbetriebe
  • Gastwirtschaften
  • Imbissbetriebe
  • Kaninen
  • Mahlzeitendienste (z.B. Essen auf Rädern)
  • Metzgereien
  • Partyservices
  • Pommesbuden
  • Restaurants
  • Verpflegungsbereiche der Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen usw.
  • Verpflegungsbereiche von Alten- und Pflegeheimen
  • Verpflegungsbereiche von Krankenhäusern
  • Verpflegungsbereiche von Kinderheimen
  • Würstchenbuden

Dieser Artikel gibt einen detaillierten Überblick über die Absenkung.

  1. Grundsätzliche Absenkung des Steuersatzes von 19% auf 7% für alle Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (nur Speisen, auch Luxuswaren) in der Zeit vom 01.07.2020 bis 30.06.2021. Dies gilt nicht für Getränkeausschank.
  2. Diese Regelung überlagert vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 die Absenkung der Umsatzsteuer von 19% auf 16% und 7% auf 5%

Somit ergeben sich für Restaurations- und Verpflegungsleistungen folgende Situationen ab 01.07.2020:

  • Restaurations- und Verpflegungsleistungen Speisen
    01.07.2020 bis 31.12.2020 5% USt
    01.01.2021 bis 30.06.2021 7% USt
    01.07.2021 bis ... 19% USt
  • Restaurations- und Verpflegungsleistungen Getränke
    01.07.2020 bis 31.12.2020 16%
    01.01.2021 bis ... 19%

alle Lebensmittellieferungen (normal) "außerhaus" werden mit dem ermäßigten Steuersatz besteuert:

  • 01.07.2020 bis 31.12.2020 5%
  • 01.01.2021 bis ... 7%

Luxus-Lebensmittellieferungen "außerhaus" (z.B. Austern, Hummer, Kaviar...) werden mit dem regulären Steuersatz versteuert:

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Catering Service muss 19 Prozent Umsatzsteuer zahlen

Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied, dass die Dienstleistung eines Caterers, die als „sonstige Leistung“ gewertet wird, der 19 prozentigen Umsatzsteuer unterliegt.

Der geurteilte Fall betraf folgenden Sachverhalt:
Eine Steuerpflichtige ist Inhaberin einer Catering-Firma. Je nach Auftrag wird mit dem Kunden besprochen, welche Speisen zubereitet und geliefert werden sollen.

Die Inhaberin ist der Auffassung, dass ihre Speisenlieferung mit 7 Prozent der Umsatzsteuer anzusetzten seien.

Der BFH entschied anders: Die Lieferung von Speisen ist mit einer Dienstleistung gekoppelt. Somit liegt keine Lieferung von Standardspeisen vor. Im Gegensatz zu Imbissständen wird bei einem Catering Service auf die individuellen Wünsche der Kunden eingegangen. Der Dienstleistungsanteil ist dementsprecen hoch. Somit unterliege diese "sonstige Leistung" mit 19 Prozent der Umsatzsteuer.

Werden „Standardspeisen“ ohne weitere Dienstleistungen angeboten, liegt lediglich eine Lieferung vor. Dann ist der Steuersatz von 7 Prozent anzuwenden. Dies liegt bei Imbissständen die Steaks, Pommes Frites oder Würstchen verkaufen, vor.

(Bundesfinanzhof, Aktenzeichen XI R 6/08)
Wie aus diesem Urteil doch noch etwas Gutes gezogen werden kann, erfahren Sie gern in einem persönlichen Gespräch.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
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Catering Service muss 19 Prozent Umsatzsteuer zahlen

Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied, dass die Dienstleistung eines Caterers, die als „sonstige Leistung“ gewertet wird, der 19 prozentigen Umsatzsteuer unterliegt.

Der geurteilte Fall betraf folgenden Sachverhalt:
Eine Steuerpflichtige ist Inhaberin einer Catering-Firma. Je nach Auftrag wird mit dem Kunden besprochen, welche Speisen zubereitet und geliefert werden sollen.

Die Inhaberin ist der Auffassung, dass ihre Speisenlieferung mit 7 Prozent der Umsatzsteuer anzusetzten seien.

Der BFH entschied anders: Die Lieferung von Speisen ist mit einer Dienstleistung gekoppelt. Somit liegt keine Lieferung von Standardspeisen vor. Im Gegensatz zu Imbissständen wird bei einem Catering Service auf die individuellen Wünsche der Kunden eingegangen. Der Dienstleistungsanteil ist dementsprecen hoch. Somit unterliege diese "sonstige Leistung" mit 19 Prozent der Umsatzsteuer.

Werden „Standardspeisen“ ohne weitere Dienstleistungen angeboten, liegt lediglich eine Lieferung vor. Dann ist der Steuersatz von 7 Prozent anzuwenden. Dies liegt bei Imbissständen die Steaks, Pommes Frites oder Würstchen verkaufen, vor.

(Bundesfinanzhof, Aktenzeichen XI R 6/08)
Wie aus diesem Urteil doch noch etwas Gutes gezogen werden kann, erfahren Sie gern in einem persönlichen Gespräch.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
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Umsatzbesteuerung von Leistungen eines Partyservice

In einem Urteil aus dem Herbst 2011 (vom 23. November 2011 XI R 6/08) hat der BFH entscheiden, dass Leistungen eines Partyservice-Unternehmens grundsätzlich mit dem Regelsteuersatz in Höhe von 19 % besteuert werden müssen. Ausnahmen hierzu sind nur zugelassen, wenn nur Standardspeisen angeboten und geliefert werden oder diese Speisen zumindest stark dominierend angeboten werden.

Standardspeisen so der BFH seien typischerweise Lebensmittel mit einer einfachen, standardisierten Zubereitung. Sie werden in den meisten Fällen nicht auf Bestellung eines bestimmten Kunden geliefert. Die Bereitstellung erfolgt hingegen entsprechend der allgemein vorhersehbaren Nachfrage oder in bestimmten Abständen z.B. wie an Imbissständen. Dies treffe z.B. auf Grillsteaks, Rostbratwürste oder Pommes frites zu. Hergerichtete Buffetts fallen nicht unter diese Kategorie.

Die reine Lieferung von Lebensmitteln unterliegt dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7%.

Wie Sie als Partyservice dieses Dilemma umgehen können und welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, bespreche ich gern in einem persönlichen Gespräch.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
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Umsatzbesteuerung von Leistungen eines Partyservice

In einem Urteil aus dem Herbst 2011 (vom 23. November 2011 XI R 6/08) hat der BFH entscheiden, dass Leistungen eines Partyservice-Unternehmens grundsätzlich mit dem Regelsteuersatz in Höhe von 19 % besteuert werden müssen. Ausnahmen hierzu sind nur zugelassen, wenn nur Standardspeisen angeboten und geliefert werden oder diese Speisen zumindest stark dominierend angeboten werden.

Standardspeisen so der BFH seien typischerweise Lebensmittel mit einer einfachen, standardisierten Zubereitung. Sie werden in den meisten Fällen nicht auf Bestellung eines bestimmten Kunden geliefert. Die Bereitstellung erfolgt hingegen entsprechend der allgemein vorhersehbaren Nachfrage oder in bestimmten Abständen z.B. wie an Imbissständen. Dies treffe z.B. auf Grillsteaks, Rostbratwürste oder Pommes frites zu. Hergerichtete Buffetts fallen nicht unter diese Kategorie.

Die reine Lieferung von Lebensmitteln unterliegt dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7%.

Wie Sie als Partyservice dieses Dilemma umgehen können und welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, bespreche ich gern in einem persönlichen Gespräch.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg

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Steuersatz auf Umsätze von Imbissbetrieben (BFH)

Die Abgabe von Bratwürsten, Pommes frites und ähnlichen standardisierten Gerichten an einem nur mit behelfsmäßigen Verzehrvorrichtungen ausgestatteten Imbissstand ist eine einheitliche Leistung, die als Lieferung dem ermäßigten Steuersatz unterliegt. Werden vom Imbissbetreiber dagegen feste Sitzgelegenheiten zum Verzehr der Speisen zur Verfügung gestellt, unterliegen dessen Umsätze dem Regelsteuersatz (BFH, Urteile v. 30.6.2011 - V R 35/08 und V R 18/10; veröffentlicht am 24.8.2011).

Mit zwei zeitgleich veröffentlichten Urteilen hat sich der BFH zu der bisher häufig streitigen umsatzsteuerlichen Abgrenzung von Essenslieferungen (7%) und Restaurationsleistungen (19%) geäußert.

Der BFH führte aus: Eine dem ermäßigten Steuersatz unterliegende Essenslieferung liegt vor, wenn nur einfach zubereitete Speisen wie z.B. Bratwürste oder Pommes frites u.ä. abgegeben werden und dem Kunden lediglich behelfsmäßige Verzehrvorrichtungen (wie z.B. Theken oder Ablagebretter bei Imbissständen) zur Verfügung gestellt werden und die Speisen nur im Stehen eingenommen werden können (V R 35/08). Dagegen unterfällt der Restaurationsumsatz dem Regelsteuersatz, sobald der Unternehmer seinen Kunden zusätzliches Mobiliar wie Tische mit Sitzgelegenheiten zur Verfügung stellt. Im Unterschied zur früheren Rechtsprechung sind dabei Verzehrvorrichtungen Dritter - wie z.B. Tische und Bänke eines Standnachbarn - nicht zu berücksichtigen, auch wenn diese im Interesse des leistenden Unternehmers zur Verfügung gestellt wurden (V R 18/10).

Quelle: BFH online, NWB online 24.08.2011

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