Ehegattenveranlagung ab 2013

Reduzierung der Veranlagungsmöglichkeiten ab 2013:
  • Abschaffung der besonderen Veranlagung gemäß § 26c EStG für den Veranlagungszeitraum der Eheschließung,
  • Abschaffung der getrennten Veranlagung gemäß § 26a EStG,
  • Ersatz der Möglichkeit der getrennten Veranlagung durch die Einzelveranlagung.
Es gibt somit nur noch folgende Veranlagungs- und Tarifformen:
  • Einzelveranlagung für Ledige nach Grundtarif, §§ 25 Abs. 1, 32a Abs. 1 EStG,
  • Einzelveranlagung für Verwitwete nach Splittungstarif, §§ 25 Abs. 1, 32a Abs. 6 S. 1 Nr. 1 EStG
  • Einzelveranlagung mit Splittingtarif (Gnadensplitting), §§ 25 Abs. 1, 32a Abs. 6 S. 1 Nr. 2 EStG,
  • Zusammenveranlagung mit Splittingtarif, §§ 26b, 32a Abs. 5 EStG,
  • Einzelveranlagung mit Grundtarif, §§ 26a, 32a Abs. 1 EStG.
Bei der Einzelveranlagung von Ehegatten (ehemals getrennte Veranlagung) werden die Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen und weitere Steuervergünstigungen demjenigen zugerechnet, der sie wirtschaftlich getragen hat.
Aus Vereinfachung können jedoch diese Aufwendungen auch bei beiden Ehegatten je zur Hälfte berücksichtigt werden. Dies soll auf Antrag geschehen.

Um die für Sie günstigste Variante zufinden, sprechen Sie mich gern an.

cpm - Steuerbrater Claas-Peter Müller, Hamburg

 
  46 Aufrufe

Ehegattenveranlagung ab 2013

Reduzierung der Veranlagungsmöglichkeiten ab 2013:
  • Abschaffung der besonderen Veranlagung gemäß § 26c EStG für den Veranlagungszeitraum der Eheschließung,
  • Abschaffung der getrennten Veranlagung gemäß § 26a EStG,
  • Ersatz der Möglichkeit der getrennten Veranlagung durch die Einzelveranlagung.
Es gibt somit nur noch folgende Veranlagungs- und Tarifformen:
  • Einzelveranlagung für Ledige nach Grundtarif, §§ 25 Abs. 1, 32a Abs. 1 EStG,
  • Einzelveranlagung für Verwitwete nach Splittungstarif, §§ 25 Abs. 1, 32a Abs. 6 S. 1 Nr. 1 EStG
  • Einzelveranlagung mit Splittingtarif (Gnadensplitting), §§ 25 Abs. 1, 32a Abs. 6 S. 1 Nr. 2 EStG,
  • Zusammenveranlagung mit Splittingtarif, §§ 26b, 32a Abs. 5 EStG,
  • Einzelveranlagung mit Grundtarif, §§ 26a, 32a Abs. 1 EStG.
Bei der Einzelveranlagung von Ehegatten (ehemals getrennte Veranlagung) werden die Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen und weitere Steuervergünstigungen demjenigen zugerechnet, der sie wirtschaftlich getragen hat.Aus Vereinfachung können jedoch diese Aufwendungen auch bei beiden Ehegatten je zur Hälfte berücksichtigt werden. Dies soll auf Antrag geschehen.

Um die für Sie günstigste Variante zufinden, sprechen Sie mich gern an.

cpm - Steuerbrater Claas-Peter Müller, Hamburg

 

  28 Aufrufe

Veranlagungswahlrecht bei Ehegatten

Die Wahl der Veranlagung (Zusammenveranlagung oder getrennte Veranlagung) von Ehegatten kann bis spätestens zur Schlussbesprechung vor einem Finanzgericht geändert werden - wenn nicht nur willkürliche Gründe vorliegen.

Der BFH urteilte in einem Urteil (30.08.2012, III R 40/10), dass auch kein Gestaltungsmissbrauch nach § 42 AO vorliegt, wenn nachträglich eine getrennte Veranlagung gewählt wird, wobei die Ehefrau ihre einbehaltene Lohnsteuer erstattet bekommt, beim Ehemann die entstehende Nachzahlung aber nicht mehr eintreibbar ist.

Nach Interpretation des Urteils ist eine Änderung der Veranlagungsform nach Eintritt der Unanfechtbarkeit des Steuerbescheides nicht mehr möglich.

Weiterführende Fragen zur möglichen Veranlagung bespreche ich gern in einem persönlichen Gespräch.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
  23 Aufrufe

Veranlagungswahlrecht bei Ehegatten

Die Wahl der Veranlagung (Zusammenveranlagung oder getrennte Veranlagung) von Ehegatten kann bis spätestens zur Schlussbesprechung vor einem Finanzgericht geändert werden - wenn nicht nur willkürliche Gründe vorliegen.

Der BFH urteilte in einem Urteil (30.08.2012, III R 40/10), dass auch kein Gestaltungsmissbrauch nach § 42 AO vorliegt, wenn nachträglich eine getrennte Veranlagung gewählt wird, wobei die Ehefrau ihre einbehaltene Lohnsteuer erstattet bekommt, beim Ehemann die entstehende Nachzahlung aber nicht mehr eintreibbar ist.

Nach Interpretation des Urteils ist eine Änderung der Veranlagungsform nach Eintritt der Unanfechtbarkeit des Steuerbescheides nicht mehr möglich.

Weiterführende Fragen zur möglichen Veranlagung bespreche ich gern in einem persönlichen Gespräch.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg

  13 Aufrufe

Dreistes Steuersparmodell ohne Erfolg



(Foto: ©tom-higgins/PIXELIO/www.pixelio.de)

Ein Ehepaar (beide Angestellte) wählte jahrelang die Steuerklassen-Kombination III (Mann)/V (Frau). Bei der Steuererklärung entschieden sie sich dann für eine getrennte Veranlagung. So erhielt die Frau eine hohe Steuerrückzahlung, der Mann hingegen musste nachzahlen. Da der Ehemann hoch verschuldet war, versuchte das Finanzamt fünf Jahre vergeblich und ohne Erfolg, die Steuern einzutreiben. Im sechsten Jahr schließlich lehnte das Finanzamt den Antrag auf getrennte Veranlagung ab.

Das Finanzgericht bestätigte die Entscheidung des Finanzamts und erklärte: Ehegatten, deren Lohnsteuer nach den Steuerklassen III und V erhoben wird, können wohl in der Jahressteuerveranlagung anstelle der Zusammenveranlagung auch die getrennte Veranlagung wählen. "Im vorliegenden Fall wurde einerseits eine Steuererstattung erreicht, andererseits aber die Durchsetzung der damit verbundenen Steuernachforderung vereitelt."

(FG Baden-Württemberg vom 21.4.2011, 2 K 4920/08)

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
  22 Aufrufe

Dreistes Steuersparmodell ohne Erfolg



(Foto: ©tom-higgins/PIXELIO/www.pixelio.de)

Ein Ehepaar (beide Angestellte) wählte jahrelang die Steuerklassen-Kombination III (Mann)/V (Frau). Bei der Steuererklärung entschieden sie sich dann für eine getrennte Veranlagung. So erhielt die Frau eine hohe Steuerrückzahlung, der Mann hingegen musste nachzahlen. Da der Ehemann hoch verschuldet war, versuchte das Finanzamt fünf Jahre vergeblich und ohne Erfolg, die Steuern einzutreiben. Im sechsten Jahr schließlich lehnte das Finanzamt den Antrag auf getrennte Veranlagung ab.

Das Finanzgericht bestätigte die Entscheidung des Finanzamts und erklärte: Ehegatten, deren Lohnsteuer nach den Steuerklassen III und V erhoben wird, können wohl in der Jahressteuerveranlagung anstelle der Zusammenveranlagung auch die getrennte Veranlagung wählen. "Im vorliegenden Fall wurde einerseits eine Steuererstattung erreicht, andererseits aber die Durchsetzung der damit verbundenen Steuernachforderung vereitelt."

(FG Baden-Württemberg vom 21.4.2011, 2 K 4920/08)

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg
  18 Aufrufe

Einkünfteverlagerung Teil 1

Teil 1: Verlagerung der Einkünfe auf einen Ehegatten

Die Wegverlagerung von Einkünften eines Ehegatten auf den anderen dient dazu, die Einkünfte steuergünstiger zu verteilen.

Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, wenn Ehegatten die getrennte Veranlagung wählen, oder ein Ehepartner gewerbesteuerpflichtig ist und der andere nicht.

Ergebnis kann hier regelmäßig eine Steuerersparnis durch Ausnutzung der Steuerprogression bei der Einkommensteuer oder die Vermeidung der Gewerbesteuer sein.

Eine getrennte Veranlagung erreicht in diesen Fällen oft auch eine bessere Ausnutzung der Vorsorgeaufwendungen oder der angefallenen Aufwendungen im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen.

Ähnliche Möglichkeiten wie bei der getrennten Veranlagung von Ehepartnern bieten sich bei Partnern in eheähnlichen Gemeinschaften oder in eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Welche Chancen sich hier bieten erläutere ich gern in einem persönlichen Gespräch.

cpm - Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg

 
  42 Aufrufe

Einkünfteverlagerung Teil 1

Teil 1: Verlagerung der Einkünfe auf einen Ehegatten

Die Wegverlagerung von Einkünften eines Ehegatten auf den anderen dient dazu, die Einkünfte steuergünstiger zu verteilen.

Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, wenn Ehegatten die getrennte Veranlagung wählen, oder ein Ehepartner gewerbesteuerpflichtig ist und der andere nicht.

Ergebnis kann hier regelmäßig eine Steuerersparnis durch Ausnutzung der Steuerprogression bei der Einkommensteuer oder die Vermeidung der Gewerbesteuer sein.

Eine getrennte Veranlagung erreicht in diesen Fällen oft auch eine bessere Ausnutzung der Vorsorgeaufwendungen oder der angefallenen Aufwendungen im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen.

Weiterlesen
  33 Aufrufe

Gestaltungsmissbrauch bei Steuerklassenwahl (FG)

Die Wahl der Steuerklassen V/III und der Antrag auf getrennte Veranlagung stellen einen Gestaltungsmissbrauch dar, wenn die Kombination der Wahlrechte erkennbar den Zweck verfolgt, einerseits eine Steuererstattung bei dem einen Ehegatten zu erreichen, andererseits aber die Durchsetzung der damit verbundenen Steuernachforderung bei dem anderen Ehegatten zu vereiteln (FG Baden-Württemberg, Urteil v. 21.4.2011 - 2 K 4920/08).

Bei der Steuerklassenkombination V und III wird die Lohnsteuer bei dem Ehegatten der Steuerklasse III so abgezogen, als würde er mit dem anderen Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt und als würde der andere Ehegatte keinen Arbeitslohn und auch keine anderen Einkünfte erzielen. Durch die Steuerklasse III soll bei Ehegatten, die zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, eine Steuerüberzahlung vermieden werden, die bei einem Steuerabzug nach Maßgabe der Steuerklasse IV dann eintreten würde, wenn der andere Ehegatte entweder keine oder erheblich geringfügigere Einkünfte erzielte.

Ein Steuersparmodell der ganz besonderen Art hatte sich nämlich ein Ehepaar ausgedacht. Beide waren Angestellte. Jahrelang wählten sie die Steuerklassen III und V. Das war für sich betrachtet o.k., denn die Frau verdiente weniger als ihr Mann. Das Paar profitierte also unterm Strich. Bei der jährlichen Steuererklärung wählten beide jedoch die getrennte Veranlagung. Dies führte dazu, dass die Frau jedes Jahr eine hohe Steuererstattung erhielt, während der Mann kräftig nachzahlen musste. Besser gesagt, sollte, denn er zahlte einfach nicht. Fünf Jahre lang versuchte das Finanzamt erfolglos, Steuern bei ihm einzutreiben. Vergeblich. Beim verschuldeten Ehemann war nichts zu holen. Dann wurde es dem Finanzamt zu bunt. Als die Ehefrau im Jahr Nummer Sechs nach dem Muster der Vorjahre getrennte Veranlagungen beantragte, lehnte es den Antrag ab.

Das FG führte aus: Zwar können Ehegatten, deren Lohnsteuer nach den Steuerklassen III und V erhoben wird, in der Jahressteuerveranlagung anstelle der Zusammenveranlagung auch die getrennte Veranlagung wählen. Sofern die Eheleute mehrere sachlich zusammenhängende Wahlrechte jedoch erkennbar gegen ihren Zweck ausüben, um einerseits eine Steuererstattung zu erreichen, andererseits aber die Durchsetzung der damit verbundenen Steuernachforderung zu vereiteln, so ist dies als Rechtsmissbrauch zu werten. § 42 AO erfasst gerade die Fälle, in denen gesetzlich zulässige rechtliche Gestaltungen gewählt werden, die im Einzelnen nicht zu beanstanden sind, in ihrer Gesamtheit aber nur dazu dienen, Steuern zu vermeiden, sei es durch eine niedrigere Steuerfestsetzung oder durch eine Vereitelung der Beitreibung.

Quelle: NWB online 05.08.2011
  43 Aufrufe

Gestaltungsmissbrauch bei Steuerklassenwahl (FG)

Die Wahl der Steuerklassen V/III und der Antrag auf getrennte Veranlagung stellen einen Gestaltungsmissbrauch dar, wenn die Kombination der Wahlrechte erkennbar den Zweck verfolgt, einerseits eine Steuererstattung bei dem einen Ehegatten zu erreichen, andererseits aber die Durchsetzung der damit verbundenen Steuernachforderung bei dem anderen Ehegatten zu vereiteln (FG Baden-Württemberg, Urteil v. 21.4.2011 - 2 K 4920/08).

Bei der Steuerklassenkombination V und III wird die Lohnsteuer bei dem Ehegatten der Steuerklasse III so abgezogen, als würde er mit dem anderen Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt und als würde der andere Ehegatte keinen Arbeitslohn und auch keine anderen Einkünfte erzielen. Durch die Steuerklasse III soll bei Ehegatten, die zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, eine Steuerüberzahlung vermieden werden, die bei einem Steuerabzug nach Maßgabe der Steuerklasse IV dann eintreten würde, wenn der andere Ehegatte entweder keine oder erheblich geringfügigere Einkünfte erzielte.

Ein Steuersparmodell der ganz besonderen Art hatte sich nämlich ein Ehepaar ausgedacht. Beide waren Angestellte. Jahrelang wählten sie die Steuerklassen III und V. Das war für sich betrachtet o.k., denn die Frau verdiente weniger als ihr Mann. Das Paar profitierte also unterm Strich. Bei der jährlichen Steuererklärung wählten beide jedoch die getrennte Veranlagung. Dies führte dazu, dass die Frau jedes Jahr eine hohe Steuererstattung erhielt, während der Mann kräftig nachzahlen musste. Besser gesagt, sollte, denn er zahlte einfach nicht. Fünf Jahre lang versuchte das Finanzamt erfolglos, Steuern bei ihm einzutreiben. Vergeblich. Beim verschuldeten Ehemann war nichts zu holen. Dann wurde es dem Finanzamt zu bunt. Als die Ehefrau im Jahr Nummer Sechs nach dem Muster der Vorjahre getrennte Veranlagungen beantragte, lehnte es den Antrag ab.

Das FG führte aus: Zwar können Ehegatten, deren Lohnsteuer nach den Steuerklassen III und V erhoben wird, in der Jahressteuerveranlagung anstelle der Zusammenveranlagung auch die getrennte Veranlagung wählen. Sofern die Eheleute mehrere sachlich zusammenhängende Wahlrechte jedoch erkennbar gegen ihren Zweck ausüben, um einerseits eine Steuererstattung zu erreichen, andererseits aber die Durchsetzung der damit verbundenen Steuernachforderung zu vereiteln, so ist dies als Rechtsmissbrauch zu werten. § 42 AO erfasst gerade die Fälle, in denen gesetzlich zulässige rechtliche Gestaltungen gewählt werden, die im Einzelnen nicht zu beanstanden sind, in ihrer Gesamtheit aber nur dazu dienen, Steuern zu vermeiden, sei es durch eine niedrigere Steuerfestsetzung oder durch eine Vereitelung der Beitreibung.

Quelle: NWB online 05.08.2011

  22 Aufrufe
Logo Datev
DATEV
Mitglied
Logo Hawit
HaWiT