Steuerfahndung
vor der Tür?

nur keine Panik

Allgemein

Ruhe bewahren

Sollten Sie uns wirklich erst in dem Moment gefunden haben, wenn die Fahndungsbehörde schon bei Ihnen war, rufen Sie uns bitte sofort an und äußern sich zu niemanden zu der Situation.

Wir sollten uns dann schnellst möglich zusammensetzen.

Sie erteilen uns dann per Vollmacht das Recht, Sie vor den entsprechenden Steuerbehörden vertreten zu dürfen.

Wir teilen den Steuerbehörden die Vertretungsbefugnis mit und beantragen Akteneinsicht, um für Sie den Ermittlungsstand und den Kenntnisstand zu rechercheren.

Dann beginnen wir mit der Verteidigung.

Wie kann ein Verdacht entstehen?

Möglichkeiten

Hier eine kleine Auswahl an Ursachen, die in der Praxis zu Nachfragen bzw. Nachforschungen der Finanzbehörden geführt haben:

  • Kontrollmitteilungen aufgrund von Betriebsprüfungen Ihrer Auftraggeber

  • schwankende Rohgewinnaufschläge in den Gewinnermittlungen

  • Nichtabgabe der Steuererklärungen bzw. regelmäßig verspätete Abgaben

  • Branche mit einer Vielzahl von Bargeschäften

  • regelmäßig nur kleine Gewinne, die nicht den Lebensbedarf decken

  • regelmäßig Verluste

  • Barkosten, die nicht durch Geldflussrechnung (rechnerischer Barbestand) gedeckt sind

  • regelmäßige hohe Geldeinzahlungen auf die Bank, die nicht durch Barerlöse gedeckt sind

Schweigen oder Mitarbeit?

Was ist besser?

Die Steuerfahndungsbehörden ermittlen bei Verdacht auf Steuerhinterziehung bzw. Steuerverkürzung.

Hat die Finanzbehörde bereits Ermittlungen im Hintergrund eingeleitet, kann keine strafbefreiende Selbstanzeige mehr vorgenommen werden. Alle Selbstanzeigen oder Richtigstellungen von fehlenden oder falschen Angaben gegenüber der Finanzbehörde, führen nicht mehr zu einer Strafbefreiung.

Das eigenständige Korrigieren eines falschen Sachverhaltes führt jedoch immer zu einer günstigeren Strafbemessung.

Wichtig ist, dass Sie und ich offen über die entprechendem Vorgänge sprechen und diese auswerten, um die besten Schritte für Sie einzuleiten.

Oft ist es nur ein Verdacht der Steuerbehörde, die die Ermittlungsbehörden auf den Plan ruft. Diesen Verdacht gilt es überzeugend zu widerlegen.

FAQ

Oft gesucht, oft gefragt

Was ist eine Steuerhinterziehung?

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Steuerhinterziehung ist eine Steuerstraftat.

In § 370 Abgabenordnung (AO) ist der Begriff Steuerhinterziehung definiert.

Dannach begeht Steuerhinterziehung, wer:

  • den Finanz- oder anderen Behörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht,
  • die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt oder,
  • pflichtwidrig die Verwendung von Steuerzeichen oder Steuerstemplern unterlässt und dadurch Steuern verkürzt oder
  • für sich oder eine andere Person nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt.

Die Steuerhinterziehung braucht zur Verwirklichung also

  • aktives Handeln oder
  • Unterlassen.

Beide Fälle setzen ein bewußtes Wollen oder zumindest ein fahrlässiges Hinnehmen des eingetretenen Steuerschadens voraus.

Auch die Beihilfe zur Steuerhinterziehung strafbar.

Welche Strafen können möglich sein?

Steuerhinterzieher müssen mit Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren rechnen. Bei besonders schweren Fällen sind sogar bis zu 10 Jahre Freiheitsentzug möglich.

Die Höhe der Strafe ist abhängig von der Steuerschuld und dem Steuerschaden.

Folgende Strafen swären im Einzelfall möglich:

  • bis zu € 1.000 hinterzogene Steuern - Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage
  • bis zu € 50.000 an hinterzogenen Steuern - Verhängung einer Geldstrafen
  • ab € 50.000 an hinterzogenen Steuern - kann eine Freiheitsstrafe auf Bewährung verhängt werden
  • ab € 100.000 gilt die Hinterziehung als besonders schwerer Fall - hier ist eine Freiheitsstrafe wahrscheinlich, Freiheitsstrafe zur Bewährung ist möglich
  • ab € 1.000.000 an hinterzogenen Steuern - Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren ohne Bewährung

Ratschlag

"Tief durchatmen und Ruhe bewahren"

Eine Verteidigerweisheit besagt, dass Steuerfahndungsverfahren in der ersten Viertelstunde nicht gewonnen, aber mit Sicherheit verloren werden können.

Wer bei den Durchsuchungsbesuchen nicht zuhause sein sollte und nicht aufmachen kann, dessen Tür wird unter Zeugen gewaltsam geöffnet. Eine Anwesenheitspflicht des Steuerpflichtigen gibt es nicht.

Doch wie soll man sich richtig verhalten, wenn es morgens klingelt und der Durchsuchungsbefehl vorgelegt wird.

Beschuldigte sollten unbedingt einen Steuerberater oder Anwalt des Vertrauens kontaktieren, der möglichst sofort vor Ort erscheint. Denn ein rechtlicher Beistand steht Ihnen zu.

Es gilt dafür zu sorgen, dass die Durchsuchung kontrolliert abläuft.

Solange Sie noch allein dem Fahnderteam gegenüberstehen gilt: Schweigen!

Das ist auch erlaubt, denn die Durchsuchung ist bereits Teil des Strafverfahrens. Hier muss sich niemand selbst belasten.

Warten Sie mit Antworten ab, bis Ihr Beistand vor Ort ist.

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